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Aktie als Anlage weiterhin
unpopulär
23.12.02. - opm - - Während amerikanische Privatanleger
kurzfristige Spareinlagen bevorzugen, setzen Europäer daneben
auch auf Rentenvorsorge und Lebensversicherungen
Aktuell bevorzugen private
Anleger vor allem relativ risikoarme Anlageformen. Rund die Hälfte
der Europäer besitzt kurzfristige Spareinlagen, knapp jeder
Zweite hat in eine Lebens- oder Rentenversicherung investiert.
In den USA sind Aktien und aktienbasierte Anlageformen zwar immer
noch die meist genutzten Anlageformen, jedoch mit deutlich negativem
Trend. Dies zeigen die Ergebnisse des Investment Barometers,
einer repräsentativen Studie, die von der GfK Ad Hoc Research
Worldwide im Auftrag von The Wall Street Journal Europe halbjährlich
durchgeführt wird.
Die europäischen Anleger
stehen der Börse und ihren Anlageformen wie bereits in diesem
Frühjahr eher zurückhaltend gegenüber: Waren es
damals dreizehn Prozent aller Befragten, die Aktien oder aktienbasierte
Investmentfonds als derzeit wichtigste Anlageform nannten, so
sind es heute nur noch neun Prozent. In Westeuropa sank dieser
Wert um fünf Prozentpunkte von sechzehn auf elf, in Deutschland
von neun auf acht Prozent. Auf die Frage, wie europäische
Privatanleger derzeit 50.000 Euro auf verschiedene Anlageformen
verteilen würden, antwortete jeder Vierte, dass er sein
Geld in kurzfristige Spareinlagen investieren würde. Fünfzehn
Prozent würden Lebensversicherungen oder Pensionsfonds und
nur zwölf Prozent Aktien oder aktienbasierte Fonds bevorzugen.
Das bedeutet, dass die Zahl derer, die ihr Geld in Aktien anlegen
würden, im Vergleich zum Frühjahr 2002 um 40 Prozent
zurückgegangen ist. Noch deutlicher ist dieser Rückgang
in Deutschland: Nannten vor einem halben Jahr noch 24 Prozent
der Deutschen Aktien oder aktienbasierte Anlageformen, so wäre
dies heute nur noch für halb so viele die bevorzugte Anlageform.
Gegenüber Aktien positiver eingestellt sind hingegen Amerikaner
(21 Prozent), Schweden (24 Prozent) und Briten (19 Prozent).
Die Flucht der Privatanleger
aus Aktienanlagen korrespondiert mit einem Boom der kurzfristigen
Spareinlagen: Wie bereits im Frühjahr gab jeder zweite Europäer
gab an, derzeit Vermögen in kurzfristigen Sparformen geparkt
zu haben. Auch in Deutschland hat derzeit jeder zweite Privatanleger
in kurzfristige Sparformen investiert. Zugleich zeigt der Aufruf
der Bundesregierung zur privaten Altersvorsorge erste kleinere
Erfolge:
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