Internet-Bank First-E-schliesst ihren Dienst
Konten ab 2. Oktober nicht mehr einsehbar

(pte, 7. 9.2001) - Die Internet-Bank First-E bietet ihre Dienste ab Anfang Oktober nicht mehr an. Nach einer Analyse der "strategischen Geschäftsausrichtung" habe man beschlossen, den Internet-Dienst einzustellen. Das teilte die Pariser Muttergesellschaft Banque d'Escompte mit.

Kunden müssen sich schnell entscheiden, wohin sie ihr Geld auf dem First-E-Konto überweisen. Ab 2. Oktober werden die Konten nicht mehr über das Internet zu verwalten oder einzusehen sein. Die Einlagen der Kunden, die bis zu diesem Zeitpunkt ihr Konto noch nicht gekündigt hätten, würden dann im Namen des Kontoinhabers unter veränderten Konditionen in Paris geführt, heißt es in einer Mitteilung. Kunden, die unter Umständen zu spät aus dem Urlaub zurückkehren, müssen dann zunächst teure Auslandsüberweisungen in Kauf nehmen.

Ab dem 17. September seien First-E-Cards entwertet und am EC-Automaten oder der Kasse nicht mehr einsetzbar. Die First-E-Bank hat eine Vereinbarung mit der Direct-Anlagebank (DAB) getroffen. Kunden könnten ihr Guthaben auf Wunsch auf ein Depot bei der DAB übertragen. Ob die Konten zu ähnlichen Konditionen geführt werden können, ist noch unklar. Britische First-E-Kunden müssen sich ebenso kurzfristig eine neue Bank suchen. In Frankreich soll der Dienst vorerst weiter angeboten werden. First-E war vor knapp zwei Jahren in Deutschland gestartet.