Microsoft Mitarbeiter gehen Reihenweise pleite

Nach einem Bericht der "New York Times" sind die Millionärs-Träume vieler Microsoft-Mitarbeiter Vergangenheit. Stattdessen seien eine Reihe von ihnen hoch verschuldet und immer mehr stehen vor dem persönlichen Ruin - weil sie an die Werthaltigkeit ihrer Aktien aus Microsofts Aktienoptions-Programm glaubten.

Lt. "New York Times" wurden zwar Hunderte von Microsoft-Angestellten in den Boomjahren dank ihrer Aktienoptionen zu Papiermillionären. Der rapide Kursverfall der Aktie habe sie aber nun genauso schnell in die Pleite getrieben. Mindestens 25 hätten bereits ihre persönliche Bankrotterklärung bei den Behörden eingereicht. Dabei sei der Ablauf in allen Fällen der Gleiche:

  • Der Mitarbeiter übt seine Optionen aus, und kann so Aktien weit unter Martkpreis kaufen.
  • Die Differenz muss er als Einkommen versteuern.
  • Um die Steuerschuld zu bezahlen, nimmt er einen Kredit auf. Als Sicherheit gelten die Aktien.

Da die Aktien aber fallen, hat die Bank jetzt das Recht, die Aktien zu verkaufen, auch mit erheblichem Verlust. So hat lt.NYTimes ein Programmierer, dessen Microsoft- Aktien einmal 1,5 Millionen Dollar wert waren inzwischen keine Aktien mehr, dafür aber 100.000 Dollar Schulden. - Pikant, dass sowohl Bank als auch Microsoft daran verdienen. Die Bank erhält Zinsen, und Microsoft kann jede ausgeübte Option von der Steuer absetzen.