EZB und Bundesbank sagen
USA Hilfe zu
Öl- und Goldpreise erholen sich
(pte, 12. 9. 2001) - Die
Deutsche
Bundesbank und die
Europäische
Zentralbank (EZB) haben
den USA nach den Terroranschlägen Hilfe zugesichert und
sind Analystenwarnungen über eine Weltwirtschaftskrise entgegengetreten.
Bundesfinanzminister Hans Eichel zufolge befindet sich die deutsche
Bundesregierung in ständigem Kontakt mit der US-Regierung
und den Zentralbanken mit dem Ziel, ein ordnungsgemäßes
Funktionieren der Finanzmärkte zu sichern. Unterdessen bekräftigte
die Bundesbank die Bereitschaft des Eurosystems und der Deutschen
Bundesbank, nötigenfalls die erforderliche Liquidität
für die Finanzmärkte bereitzustellen.
------Zudem teilte die EZB mit, das Eurosystem führe
eine liquiditätszuführende Feinsteuerungsoperation
in Form eines Schnelltenders zum Festzins von 4,25 Prozent ohne
ein vorab festgelegtes Zuteilungsvolumen durch. Das Geschäft
habe eine Laufzeit von einem Tag und werde am Mittwoch abgewickelt.
Die EZB werde die Liquiditätslage im Tagesverlauf und in
den kommenden Tagen weiter beobachten und sei auf die Ergreifung
weiterer Maßnahmen vorbereitet, hieß es. Gleichzeitig
bestätigte die EZB, dass sowohl der nationale als auch der
grenzüber- schreitende Zahlungsverkehr reibungslos funktionieren.
------EZB-Chef Wim Duisenberg zufolge können die USA
von der EZB "jede Art von Hilfe" erwarten. Spekulationen
über eine Intervention zur Stützung des Dollars wollte
er nicht bestätigen und warnte vor "überstürzter
Reaktion", die eher für Panik als für Ruhe sorgen
würde. Im Europäischen Parlament in Brüssel sagte
Duisenberg, langfristige Folgen für die Weltwirtschaft durch
die Terroranschläge ließen sich noch nicht abschätzen.
Nach den Worten des deutschen Finanzministers Eichel würden
die Erklärungen der OPEC und die aktuelle Entwicklung des
Öl-Preises für Zuversicht sorgen, dass die Weltkonjunktur
derzeit von keiner Weltrezession bedroht werde.
------Am Mittwoch stabilisierte sich der Ölpreis wieder
und ein Barrel der Sorte Brent kostete in London zuletzt gut
28 Dollar, nach mehr als 31 Dollar am Tag der Terroranschläge.
Händlern zufolge sei die Erholung des Ölpreises vor
allem auf die Zusicherung der OPEC zurückzuführen,
den Preis stabil zu halten. Der Goldpreis hat am Mittwoch seine
Gewinne vom Vortag wieder abgegeben.
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