Die Basar Ökonomie
Deutschland: Exportweltmeister oder Schlusslicht?

In der deutschen Wirtschaft geht es immer mehr zu wie auf einem Basar: Billig im Ausland produzierte Teile werden in Deutschland endmontiert, mit dem Schild „Made in Germany“ beklebt und teuer verkauft. Das ist zwar gut für die Exportstatistik, aber schlecht für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum. Mit neuen Einsichten und Argumenten zeigt Hans-Werner Sinn, woran die deutsche Wirtschaft krankt. Der ifo-Chef und Autor des Bestsellers Ist Deutschland noch zu retten? legt in einer spannend geschriebenen Abhandlung dar, was passieren muss, wenn Deutschland nicht zum Verlierer der Globalisierung werden will.

Hans-Werner Sinn

Die Basar Ökonomie
Deutschland: Exportweltmeister oder Schlusslicht?

Econ Verlag
248 Seiten
14,95 Euro
ISBN
3-430-18536-X

Sinn argumentiert, dass unser Land, das statistisch Exportweltmeister ist, deshalb unter Massenarbeitslosigkeit leidet und Schlußlicht beim Wirtschaftswachstum ist, da die ausufernde Lohnpolitik der Vergangenheit in Kombination mit der neuen Niedriglohnkonkurrenz der neuen EU-Mitlgliedsländer zu einem nie dagewesenen Investitions Streik der Unternehmen geführt hat. Viele Betriebe kämpfen um ihr Überleben, da die Löhne nach wie vor auf Spitzenniveau sind und die Unternehmen so quasi gezwungen werden mit Maschinen statt mit Menschen zu produzieren und immer mehr Produktionsstufen in die neuen Niedriglohnländer von Polen bis China zu verlagern. Während es den internationalen Playern gut geht und diese DAX-Unternehmen den Index in immer neue Höhen treiben, bleiben die deutschen Arbeitnehmer auf der Strecke. Sinn legt nun den Finger in diese Wunde und zeigt, wie seiner Meinung nach die Fallen der Globalisierung umgangen werden können. Warum gerade Deutschland von der Entwicklung stärker betroffen ist als andere Länder und die Politik nicht gegen die ökonomischen Gesetze regieren kann.
Dabei bleibt der Autor nicht beim "Be-"Klagen sondern liefert auch eine Therapie, die seiner Meinung nach die Probleme lösen und die Menschen wieder in Lohn und Brot bringen könnte.

Econ Verlag