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Geschäftsreisen könnten
billiger sein
Geschäftsreisen sind
in Unternehmen ein bedeutender Kostenfaktor. Immer noch nutzen
aber nur wenige Betriebe beispielsweise die Sparpotenziale von
Billigfluggesellschaften aus, was nicht zuletzt an der Korrumpierung
durch miles & more liegt, d.h. der Tatsache, dass die Angestellten
die geschäftlich gesammelten Meilen für Privatflüge
verwenden. Damit könnte allerdings jetzt Schluß sein,
denn die jüngste Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts
sagt klipp und klar, dass die Meilen der Firma gehören und
für Dienstflüge zu verwenden seien. Damit entfällt
der bisherige Anreiz für die Mitarbeiter ungeachtet der
Kosten für die Flüge bei den grossen Airlines zu buchen
um Meilen für private Lustreisen zu sammeln.
Nachdem Low Cost Airlines
mittlerweile praktisch jedes Ziel anfliegen, sollten Firmeninhaber
jetzt auf die Kostenbremse treten. Ein aktueller Preisvergleich
unter Günstigfliegern, traditionellen Fluggesellschaften,
Bahn und Auto zeigt: Die Zeit- und Preisunterschiede auf Reisen
zwischen europäischen Business-Zentren sind groß.
Und mancher Service rechtfertigt nicht die hohen Reisekosten.
"Time is Money."
Nirgends gilt diese Weisheit so sehr wie bei der Reiseplanung
für das nächste Geschäftstreffen. Wer betriebswirtschaftlich
denkt, will schnell am Verhandlungsort ankommen und nicht unnötig
viel Geld für einen Business-Trip ausgeben. Dennoch halten
viele Geschäftsleute auf Grund von Status, Bonusprogrammen
und Gewohnheit an traditionellen Fluggesellschaften fest, fahren
Auto oder Bahn. Dass Billig-Airlines oftmals eine kostengünstigere
und attraktivere Alternative sind, wird in der Reiseplanung bislang
noch zu wenig umgesetzt.
Unternehmen wollen
beim Reisen künftig weniger ausgeben
Vor allem Geschäftsleute
kleiner und mittlerer Betriebe reisen viel: im Schnitt 34 Mal
im Jahr, ergab eine Umfrage der Lufthansa-Tochter Air Plus.(1)
Und die Häufigkeit der Reisen wird zunehmen. Laut Air Plus
wollen Unternehmen jedoch weniger Geld je Trip ausgeben. Etwa
60 Prozent der Reisemanager erkennen demnach Sparpotenzial in
ihren Reisebudgets. Gerade Billigflieger geraten dabei schnell
in den Blick. So belegt die Studie des Verbandes des Deutschen
Reisemanagement VDR (2), dass 15 Prozent der Betriebe künftig
verstärkt Billig-Airlines nutzen wollen. 17 Prozent beabsichtigen,
in Zukunft ihre Tickets online zu buchen. "Ohnehin stellt
sich doch für Geschäftsreisende die Frage, ob man es
sich leisten kann, auf das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis
der Low-Fares-Airlines zu verzichten", meint easyJet Deutschland-Geschäftsführer
John Kohlsaat.
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