Tipps gegen Jetlag und Thrombrosegefahr
Fernreisen - Fit für
den Langstreckenflug
(uvn) Geschäftsreisende
haben auf Langstreckenflügen wegen der großen Zeitverschiebungen
oft mit dem sogenannten Jetlag zu kämpfen, d. h. ihre innere
Uhr gerät aus dem Takt.
Reisen nach Osten bereiten dabei mehr Probleme als Flüge
nach Westen. Erfahrene Reisende helfen sich oft mit einem regelrechten
"Schlafmanagement". Zum Beispiel gehen sie bei Westreisen
am Vorabend später schlafen, stehen am Tag des Abfluges
später auf und legen sich am Zielort früher hin. Bei
Flügen in den Osten gilt das Gegenteil: Hier sollte man
den Reisetag möglichst früh beginnen und nach der Ankunft
eher spät ins Bett gehen.
Licht, ob Tageslicht oder künstlich, hilft dem Körper
bei der Zeitumstellung. Der Grund: Licht beeinflusst die Produktion
von Melantonin. Der Körper schüttet das Hormon am Abend
aus und signalisiert dem Körper dadurch, dass es Schlafenszeit
ist. Nach Langstrecken- flügen in eine andere Zeitzone wird
das Hormon zum falschen Zeitpunkt ausgeschüttet, nämlich
tagsüber. Forscher haben herausgefunden, dass helles Licht
die Ausschüttung von Melantonin verhindert. Also sollte
man sich gerade, wenn man normalerweise schlafen gehen würde,
viel Licht aussetzen.
Ein weiteres Problem auf Langstreckenflügen ist das Risiko
einer Thrombosebildung. Darunter versteht man eine Blutpfropfbildung,
d. h. die Entstehung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes.
Löst sich ein Blutpfropfen und gelangt über den Blutkreislauf
in die Lunge, so kann er dort in den Lungengefäßen
stecken bleiben und zu lebensbedrohlichen Durchblutungs- störungen
führen ("Lungenembolie").
Durch die Bewegungseinschränkung und das lange Still-Sitzen
können die Venen in der Kniekehle und in der Leiste abgenickt
werden. Der Rückstrom des Blutes wird dadurch verlangsamt.
Zusätzlich bewirkt der Druckabfall in der Kabine eine Ausdehnung
der Venenwände, so dass auch dadurch der Blutfluss verlangsamt
wird. Auch die Abnahme der Luftfeuchtigkeit begünstigt durch
den Flüssigkeitsverlust des Körpers eine Verdickung
des Blutes und somit die Bildung von Blutgerinnseln.
Ein erhöhtes Thromboserisiko haben Patienten mit Venenerkrankungen,
Herzinsuffizienz sowie ältere Menschen, Schwangere und Frischoperierte.
Rauchen, Übergewicht und die "Pille" stellen zusätzliche
Risikofaktoren dar. Die Thrombosegefahr besteht hier noch bis
zu fünf Tagen nach einem Langstreckenflug. Stützstrümpfe
und ggf. erforderliche Medikamente oder Spritzen sollten daher
- nach Absprache mit dem Arzt - über diesen Zeitraum weiter
verwendet werden. Wobei das Risiko in der Business bzw. First
natürlich wesentlich geringer ist als in der Economy.
Gymnastikübungen, Informationen zur Thrombose- Vorbeugung
sowie weitere Tipps zur Vorbereitung auf den Jetlag mit einer
interaktiven Zeitzonenkarte finden Sie kostenlos im Internet
beim Münchner Tropeninstitut. (ots)
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