Echten Service gibt es in den USA nicht
für Ausländer oder wenn man nicht teuer dafür bezahlt

Amerika ist angeblich das Land in dem der Service erfunden wurde und wird in Deutschland immer wieder als Vorbild hingestellt. Dabei sollte uns doch alleine schon jede US- Serie und Seifenoper eines besseren belehren. In der Regel arbeiten Schüler und Studenten in den sogenannten Servicejobs oder Angehörige von Minderheiten, die mit Hungerlöhnen ausgebeutet werden. Das beliebte Beispiel, der Tütenpacker im Supermarkt ist dafür bezeichnend.

"You get what you pay for" - Sie bekommen genau das was/wofür Sie bezahlen - ist der Kernsatz. Zugleich ehrlich und entlarvend.

In Restaurants werden Sie solange zuvorkommend behandelt, wie man mit einem dicken Trinkgeld von Ihnen rechnet, da die Bedienungen dort vom Trinkgeld leben. Sehen Sie nicht nach Trinkgeld aus oder haben Sie keins bzw. nur wenig gegeben, werden Sie schnell feststellen, wie wenig Service es wirklich gibt. Mit Trinkgeld erhalten Sie auch schneller und einen besseren Tisch in guten Restaurants.

Schlimm wird es, wenn Sie es mit Menschen zu tun bekommen, die typischerweise kein Trinkgeld erhalten bzw. nicht darauf angewiesen sind. (Das gilt natürlich nicht für Hotels oder Vergnügungsparks, die Sie ja bereits teuer bezahlt haben.)

Geht Ihnen z.B. als Nicht-Amerikaner Gepäck bei einer US-Airline verloren, so werden sie in der Regel feststellen, dass man sich - meist höflich - aber bestimmt - nicht um Ihre Probleme kümmert. Auch der Service im Flugzeug ist, bei inneramerikanischen Flügen, eher "ärmlich".

Auch bei den Mietwagengesellschaften ist nach dem "freundlichen" Anmietvorgang kaum noch Service zu erwarten. Insbesondere nicht bei einer Panne. So wurde z.B. ein defekter Wagen eingeschleppt. Das vorher von einer Werkstatt festgestellt und exakt beschriebene Problem (defekte Lademaschine) wurde allerdings nicht beseitigt - wer hört schon auf einen Nichtamerikaner - und der gleiche Wagen am nächsten Tag wieder ausgehändigt. Das führte prompt zu einem erneuten Break-Down mitten am Grand- Canyon. Zwar wurde eine Hotelübernachtung nach langem Feilschen aus Kulanz übernommen, doch für die insgesamt zwei verlorenen Tage gab es natürlich keinen Ersatz.

Leider sind dies keine Einzelfälle, so dass ich Ihnen nur raten kann die Serviceerwartungen etwas zurück- zuschrauben. Die Amerikaner sind zwar fast immer nett und meist auch bemüht aber leider in den allermeisten Fällen nicht sehr effektiv. Da hilft nur Gelassenheit weiter.