.eu Domainvergabe heftig
umstritten
Neue Player und Bezahlsysteme
heizen Verbrauchernachfrage an
06.06.2006 -Genau ein halbes
Jahr nach dem offiziellen Start der .eu-Domainvergabe an Unternehmen,
öffentliche Einrichtungen sowie Markenrechte-Inhaber kommt
es am 7.6. zur erneuten Vergabe von rund 50.000 Internet-Adressen.
Die europäische Verwaltungsbehörde Eurid wird die besagten Domains, die im
Rahmen der ersten Sunrise- Periode angemeldet wurden, pünktlich
um 11.00 Uhr freigeben, da deren Antragssteller die entsprechenden
Nachweis-Dokumente nur unvollständig oder zu spät eingereicht
haben. Damit eröffnet sich für die breite Öffentlichkeit
eine weitere Möglichkeit, besonders begehrte generische
Domains zu ergattern.
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Kritiker des Vergabeverfahrens,
die seit Monaten auf das Problem des organisierten "Domain-Grabbings"
hinweisen haben unterdessen das Fehlen einer Domainliste kritisiert,
in der die nicht zugeteilten Domains aufgelistet sind. "Grundsätzlich
handelt es sich natürlich um wertvolle und interessante
Domains, |
da diese ja bereits in der Vorregistrierungsphase
von besonderem Interesse für Antragsteller waren",
erklärt Daniel Kollinger von der Protestplattform. Er kritisiert, dass die Eurid ihre
Ankündigung einer Liste aller wieder frei werdender Sunrise-Domains
nicht wahrgemacht hat.
Die Begründung der Vergabestelle
Eurid, man wolle "Grabbern", die systematisch Domains
abgrasen, nicht zuarbeiten, lässt Kollinger so nicht gelten:
"Genau das Gegenteil ist nun der Fall, weil Normalbürger
überhaupt keinen Antrag für eine solche Domain stellen.
Die Grabber haben diese Domainlisten natürlich schon lange,
weil es sich zum größten Teil um ihre eigenen abgelehnten
Anträge handelt und sich natürlich auch die notwendigen
Mittel und das Wissen haben, sich solche Listen zusammenzustellen".
Die Betreiber der Protestplattform
schätzen, dass rund 20.000 generische Domains wie hotel.eu
oder sex.eu in der ersten Vorregistrierungsphase von Spekulanten
ergattert wurden. Während der Landrush-Phase sollen Schätzungen
zufolge circa 200.000 generische Domains durch rund 650 Phantom-Registrare
abgegrast worden sein. Auch morgen, Mittwoch, lautet das Prinzip
wieder "first come - first served". Einige Domain-Registrare
haben zudem schon im Vorfeld die Möglichkeit geboten, über
eigene Domain-Suchmaschinen jetzt frei werdende Domains ausfindig
zu machen und diese vorab anzumelden. (pte)
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