|
Rettung von Festplatten bei
Wasserschäden
Eine Auswirkung des Hochwassers
in Ostdeutschland ist, dass viele Rechnersysteme und Festplatten
in den betroffenen Gebieten "geflutet" wurden. In Fällen,
in denen Speichermedien dem Wasser ausgesetzt wurden, bedeutet
dies jedoch nicht zwangsläufig den vollkommenen Verlust
der Daten.
Das größte Problem
eines Wasserschadens besteht darin, dass sich beim Trocknen auf
der Oberfläche der Speichermedien in Festplatten Kristalle
bilden. Beim Anlaufen der Festplatte führt dies nach wenigen
Sekunden zur Zerstörung des Schreib-/ Lesekopfes.
In diesen Fällen kann
dennoch eine Rettung der Daten gelingen. Die Grenzen der Datenrettung
sind erst dann erreicht, wenn die physikalischen Informationen
durch Beschädigung der Medienbeschichtung nicht mehr vorhanden
sind.
Grundregeln bei Wasserschaden:
- Starten Sie den Rechner
nicht neu
- Öffnen Sie nicht
selbständig die Festplatten
- Reinigen oder trocknen
Sie die Geräte nicht, sondern verpacken Sie sie in einen
Plastikbeutel (möglichst luftdicht) und senden Sie sie an
ein professionelles Datenrettungsunternehmen.
Bei Eingabe des Stichwortes
"Datenrettung" in den einschlägigen Suchmaschinen
finden sich eine Reihe von Anbietern. Für eine Fehlerdiagnose
mit Kostenvoranschlag werden in der Regel 150 bis 200 EUR fällig,
die Reparatur des Datenträgers kostet zwischen 1500 und
2000 EUR. Viele Unternehmen bieten im Zusammenhang mit der jüngsten
Flutkatastrophe Sonderkonditionen an.
Achtung bei Speichermedien,
die sensible Daten enthalten:
Bevor Sie den Datenträger
"wegwerfen", bedenken Sie, dass eine Rekonstruktion
der Inhalte unter Umständen noch möglich ist! Eine
mechanische Zerstörung ist in diesen Fällen zu empfehlen.
 |