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Würmer sind Hauptbedrohung
für Netzwerke
Würmer stellen nach
wie vor die Hauptbedrohung für Unternehmensnetzwerke dar.
Nach dem japanischen Antiviren- und E-Security-Software-Anbieter
Trend Micro
wurden im Februar 2004 insgesamt 924 neue Malicious-Codes entdeckt.
Zu den häufigsten Schädlingen gehörten Trojaner,
Backdoors und Würmer. Knapp 70 Prozent der Malware in den
"Viren Top Ten" zeigten Merkmale eines Computerwurms.
Dies ist das Ergebnis des Viren-Reports für den Monat Februar.
Als Paradebeispiel für
die Vorgehensweise und Technologie eines typischen Wurms führt
der Virenspezialist Mydoom.A an. Der am weitesten verbreitete
Wurm reist via E-Mail-Attachement und wird manuell per Doppelklick
gestartet. Dabei benutzt er die Technik des Sozial Engineerings
und tarnt sich als freundliche Nachricht um den User zum Öffnen
des Dateianhangs zu überreden. Nach der Infizierung sammelt
er E-Mail-Adressen um sich weiter zu verbreiten. Darüber
hinaus ist er in der Lage neue Adressen mittels einer Liste häufiger
Vornamen selbst zu generieren.
Bagle.B nutzt ebenfalls
die Social-Engineering-Technik, versteckt sich aber in einem
ausführbaren EXE-File, das als Audio-Datei getarnt ist.
Durch Fälschungen (Spoofing) der Absender-Adresse verschleiert
er seine Herkunft und behauptet, dass der User nach dem Öffnen
eine "ID" erhält. Netsky.B baut auf die immer
populärere E-Mail-Kommunikation via "T-Time".
Durch sehr kurze Betreffzeilen und Nachrichtentexte imitiert
er diesen Trend und täuscht damit die Anwender. Der jüngste
Spross der Netsky-Familie, Netsky.C, ist sogar in der Lage eine
noch größere Anzahl von E-Mails zu generieren als
sein Vorgänger. Basis hierfür sind integrierte (hard
coded) Listen der möglichen Betreffzeilen, Nachrichtentexte
und Namen von Dateianhängen.
Zu den gravierendsten Folgeschäden
der Würmer gehört vor allem die Überlastung von
Netzwerken. Aber auch das Öffnen einer Hintertür für
Hacker oder die Installation eines Key-Logger, mit dem Passwörter
oder Kreditkarteninformationen gesammelt werden können,
stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Nach Trend Micro ist Social
Engineering weiterhin die häufigste Methode, um Anwender
zum Ausführen eines infizierten Dateianhanges zu bewegen.
Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass Anwender immer
noch nicht ausreichend für Sicherheitsbedrohungen aus dem
Internet sensibilisiert sind. Unternehmen können das Risiko
einer Infektion daher erheblich senken, wenn sie ihre Mitarbeiter
über Techniken und Vorgangsweisen von Schadprogrammen umfassend
aufklären.
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