Business Intelligence oft
zu teuer
Outsourcing kommt nur
bedingt in Frage
Trotz hoher Kosten haben
viele Firmen die Notwendigkeit von Business Intelligence erkannt.
Rund 1,1 Mrd. Euro wollen die deutschen Unternehmen noch in diesem
Jahr in die intelligente Datenhaltung und -versorgung investieren.
Um jährlich 16 Prozent werden die Ausgaben ab 2004 steigen
- 2007 sollen rund 1,8 Mrd. Euro in die Erstinstallation und
Weiterentwicklung von BI-Systemen fließen, hat Mummert
Consulting in einer
Untersuchung heraus gefunden.
Eine Lösung, dieses
Geld möglichst effizient einzusetzen,
wäre laut Mummert Consulting ein Outsourcing der BI-Systeme.
Doch nur 22 Prozent der Unternehmen haben eine Prozessqualität,
die ein Outsourcing zulassen würde, denn in vielen Unternehmen
sind notwendige Betriebsprozesse für BI noch nicht hinreichend
standardisiert. Ein weiteres Hemmnis liegt darin, dass BI-Systeme
wie beispielsweise für die Analyse von Finanz- oder Kundendaten
oft sehr sensible Daten enthalten, die für den Unternehmenserfolg
von hoher Bedeutung sind.
Während bei weniger
komplexen Anwendungen wie beispielsweise dem Serverbetrieb die
Auslagerung an externe Dienstleister gang und gäbe ist,
haben nur sieben Prozent der von Mummert Consulting befragten
Unternehmen bisher ihre Business Intelligence ausgelagert. Auch
ist Offshore-Outsourcing in weit entfernte Länder wie Indien
für BI-Lösungen weniger geeignet als so genanntes Nearshore-Outsourcing,
denn meist unterliegen die Systeme einer steten Weiterentwicklung
mit hoher Interaktion zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.
Konkret nennt die Studie
Tschechien, wo sich bereits rund 17 Unternehmen unterschiedlicher
Größe auf BI-Dienstleistungen für westliche Firmen
spezialisiert haben. Den Kostenvorteil erreichen die Outsourcing-Dienstleister
vor allem durch die niedrigeren Personalkosten. Dadurch steigt
bei den Auftraggebern der Return on Investment (ROI), und das
Business-Intelligence-System rechnet sich für die Unternehmen
deutlich schneller.
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