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Im regionalen Vergleich
gibt es bei der Bewertung der Rahmen- bedingungen zum Teil deutliche
Unterschiede. Insgesamt schneiden die Regionen München,
Stuttgart und Köln am besten ab, Rostock und Lüneburg
am schlechtesten.
Im regionalen Durchschnitt
sind etwa 40 % der Bevölkerung der Meinung, dass sie über
die Fähigkeiten verfügen, die notwendig sind, um ein
Unternehmen zu gründen. Dabei reicht die regionale Spannbreite
von 46 % (München) bis 35 % (Leipzig). Die Studie zeigt,
dass die eigene Einschätzung der Gründungsfähigkeit
einen wichtigen Einfluss auf die Höhe der tatsächlichen
Gründungs- aktivitäten hat.
Auch die individuelle Wahrnehmung
von Gründungschancen spielt eine wichtige Rolle. Während
im regionalen Durchschnitt nur etwa ein Viertel aller Bürger
der Meinung ist, dass sich in den nächsten sechs Monaten
in der Region, in der sie leben, gute Möglichkeiten für
eine Unternehmensgründung ergeben, sind in den Regionen
München, Stuttgart und Köln überdurchschnittlich
viele Menschen dieser Ansicht. In München sieht sogar jeder
Zweite gute Gründungschancen im nächsten halben Jahr.
Am anderen Ende der Skala liegt Rostock - hier sehen nur 10 Prozent
kurzfristig Möglichkeiten für eine Unternehmensgründung.
Die Einstellung zum Unternehmertum
wird auch durch das Ansehen von Unternehmern geprägt. Im
Durchschnitt erklären 82 Prozent der Befragten, dass in
der Region, in der sie leben, erfolgreiche Unternehmer ein hohes
Ansehen genießen und respektiert werden. In München
und Stuttgart stehen Unternehmer besonders hoch im Kurs (90 Prozent
Zustimmung). In anderen Regionen - vor allem in Rostock, Leipzig
und Lüneburg - ist die Einstellung der Bevölkerung
deutlich zurückhaltender.
Eine regionale Gründungsförderungspolitik
sollte, so Professor Sternberg, bei gründungsbezogenen Einstellungen
der Bevölkerung ansetzen, die in einem auffälligen
Zusammenhang zu Gründungsaktivitäten stehen. "Dazu
gehört, unnötige Hindernisse beim Schritt in die Selbstständigkeit
abzubauen und die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen zu
verbessern". Handlungsbedarf bestehe auf regionaler Ebene
im Bereich der Finanzierung, der Förderinfrastruktur, des
Technologietransfers und der gründungsbezogenen Aus- und
Weiterbildung.
Grundlage der REM-Studie
sind repräsentative Bürgerbefragungen von 1000 Personen
in jeder der zehn Untersuchungsregionen (insgesamt wurden 10.000
Personen vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid befragt) sowie
Befragungen von insgesamt 472 Gründungsexperten.
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