Gründerklima in München
am besten
Studie zu Gründungsaktivitäten
in 10 deutschen Regionen
(24.04.02
- opm) - Unternehmensgründer
finden in München, Stuttgart und Köln besonders gute
Rahmenbedingungen vor. Dies führt auch zu einem hohen Anteil
von Unternehmensgründern bzw. Selbständigen an der
Bevölkerung. Das ist ein Ergebnis der 10 deutsche Regionen
umfassenden Gründerklima-Studie "Regional Entrepreneurship
Monitor" (REM), die in Deutschland von Professor Rolf Sternberg
von der Universität Köln sowie von Professor Joachim
Wagner von der Universität Lüneburg erstellt und von
der Deutschen Forschungsgesellschaft und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ernst & Young getragen wurde.
"Die regionalen Rahmenbedingungen
und das regionale Gründungsklima beeinflussen die tatsächlichen
Gründungsaktivitäten maßgeblich. Die Regionen
mit den besten Rahmenbedingungen und einem positiven Gründungsklima
zeichnen sich im allgemeinen auch durch überdurchschnittliche
Gründungsaktivitäten oder auch einen besonders hohen
Anteil von Selbständigen aus", erklärt der wissenschaftliche
Leiter des deutschen REM-Teams, Professor Rolf Sternberg.
Köln hat die meisten
Gründer, München die meisten Selbständigen
In den untersuchten Regionen haben im Durchschnitt knapp 4 Prozent
der Bevölkerung in den vergangenen Monaten ein Unternehmen
gegründet oder waren gerade dabei, sich selbständig
zu machen. Dabei gibt es innerhalb Deutschlands große regionale
Unterschiede im Gründungsgeschehen. Der Anteil derjenigen,
die aktiv versuchen, ein Unternehmen zu gründen, ist in
der Region Köln mit 6,1 Prozent am höchsten. Auch in
München und Lüneburg liegt der Anteil der Gründer
deutlich über dem Durchschnitt von 3,6 Prozent. Am schlechtesten
schneidet die Region Rostock ab: Hier sind nur zwei von 100 Personen
gerade dabei, ein neues Unternehmen zu gründen. Beim Anteil
der Selbständigen an der Bevölkerung schneidet München
mit 14,4 % am besten ab, dicht gefolgt von Stuttgart (13,7 %
).
Regionale Unterschiede
bei den Rahmenbedingungen
Experten bewerten die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen
in den Regionen überwiegend positiv. So finden Gründer
insgesamt sehr gute Finanzierungsbedingungen, eine sehr gute
physische Infrastruktur und eine gute öffentliche Förder-Infrastruktur
vor. Schwachpunkte seien die Rahmenbedingungen in den Bereichen
Aus- und Weiterbildung, Werte und Normen sowie Arbeitsmarkt (Verfügbarkeit
von Arbeitskräften). Auch der Wissens- und Technologietransfer
lasse in einigen Regionen zu wünschen übrig, so das
Ergebnis der Expertenbefragung.
 |
weiter |

|
|