e-Commerce schaltet Zwischenhandel
zunehmend aus
Vertriebswege vor großen Umwälzungen
Zwischenhändler und
andere Intermediäre laufen zunehmend Gefahr, durch Electronic
Commerce verdrängt zu werden. Laut einer repräsentativen
Studie der Frankfurter Unternehmensberatung Consulting Partner,
der Heyde AG und der Universität Freiburg-Telematik erwarten
mit 56,6 Prozent über die Hälfte der 1.300 durch Infratest
befragten Führungskräfte, dass direkte Hersteller-Kunden-Beziehungen
stark zunehmen und der Zwischenhandel durch e-Commerce immer
häufiger ausgeschaltet wird.
Die Umgehung des Zwischenhandels
wird am meisten in Branchensegmenten erwartet, die unterstützende
Aufgaben im Electronic Commerce übernehmen, wie Telekom
& Medien (75,6%) oder Logistik-und Transportunternehmen (73,4%).
Manager in Versicherungsunternehmen gehen am wenigsten davon
aus, dass sich die Vertriebswege in naher Zukunft ändern
(26,1%).
Die Ausschaltung von Zwischenhandelsstufen wird häufiger
in
Unternehmen mit einem hohen Anteil an Dienstleistungen erwartet,
als in Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf physischen
Produkten gründet: Zwei von drei Unternehmen mit einem Dienstleistungsanteil
von 90-100 Prozent erwarten die Ausschaltung von klassischen
Vermittlungsleistungen und rechnen verstärkt mit direkten
Kundenbeziehungen. Als Reaktion auf die erwarteten Umwälzungen
in Handel und Vertrieb wäre die Erarbeitung von eigenständigen
Internet- Strategien zu erwarten. In der Realität zeigt
sich aber eine gänzlich andere Situation: Selbst von den
Unternehmen, die umfangreiche Veränderungen der bestehenden
Handelsstruk- turen erwarten, haben annähernd die Hälfte
bislang noch keine eigenständigen Internet-Strategien definiert.
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