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Marketing

Effektiver Telefonieren
Unangenehme Telefonate erfolgreich führen

Er bellt, er knurrt, er wehrt sich – der innere Schweinehund: Wichtige, vielleicht schwierige, Telefonate sind zu führen, doch mit einem Mal fallen dem Anrufer viele andere Dinge ein, die er vorher erledigen könnte. Er verliert gegen seinen Schweinehund und schiebt das Telefonieren auf. „So werden anstehende Gespräche mit der Zeit zu einer schier erdrückenden Last“, weiß Claudia Fischer, Spezialistin für telefonische Kommunikation. Solche Vermeidungsstrategien mindern das Selbstwertgefühl und führen zu einer negativen Grundeinstellung, die für jedes Telefonat kontraproduktiv ist. Doch es geht auch anders…

Das Ziel: den inneren Schweinehund kontrollieren und eine positive Einstellung zu gewinnen! Wie das geht? Mit professioneller Selbstorganisation, positivem Denken und der richtigen Eigenkonditionierung. Es gilt Verhaltensweisen zu entwickeln und Reflexe aufzubauen, die sich dauerhaft konditionieren und abrufen lassen. Das funktioniere ganz so wie bei den bekannten Pawlowschen Hunden, bei denen eine bestimmte Reaktion auf einen Klingelton konditioniert wurde.

Schon im Vorfeld sollte der Anrufer für unterschiedliche Arten von Gesprächen, zum Beispiel die Neukundenakquise oder den Telefonverkauf, spezifische Konzepte und Routinen ausarbeiten – und zwar abgestimmt auf die jeweiligen Branchen und die Bedürfnisse der Kunden. Außerdem sinnvoll sei ein Telefonleitfaden mit Formulierungen, die sowohl zum Anrufer als auch zum Gesprächspartner passen. Wichtige Telefonate sollten dabei zeitlich fest im Tagesablauf eingeplant werden. Auf diese Weise würden typische Aufschiebestrategien hinfällig. Gespräche mit ähnlicher Zielsetzung führt der Anrufer laut Claudia Fischer am besten kurz nacheinander, denn der enge Zeitkorridor hat für die renommierte Trainerin einen entscheidenden Vorteil: „Die zunehmende Vertrautheit mit dem Thema gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Mit der richtigen Planung werden also unangenehme Black-outs weitgehend ausgeschlossen.“ Zudem beginne der Tag viel positiver, wenn der Anrufer wisse, was ihn erwarte und wie er am besten damit umgehe.

Wichtig vor jedem Telefonat: „Unbedingt die eigene Laune und die Gesamtsituation kritisch überprüfen.“ Gereiztheit, Nervosität, Stress und Zeitdruck seien Störfaktoren, die ein Gespräch negativ beeinflussen könnten. In diesem Fall sei es unter Umständen besser, das Telefonat tatsächlich zu verschieben – allerdings keinesfalls auf den Sankt-Nimmerleins-Tag.