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Marketing

Keine Chance dem Selbstbetrug

Claudia Fischer mahnt vor allem Aufrichtigkeit an: „Wer ehrlich zu sich selbst ist, der weiß, dass er sich mit Vermeidungs- strategien selbst etwas vormacht.“ Kaffee kochen, E-Mails schreiben, scheinbar wichtigere Dinge zuerst erledigen – solche Ersatzhandlungen seien die Folge negativer Gefühle und Hemmungen. Mit Erinnerungen an positive Erlebnisse, beispielsweise das Lob zufriedener Kunden, lasse sich das Stimmungsbarometer wieder in die Höhe treiben.

„Manchmal fällt es schwer den Schalter einfach umzulegen. Im Notfall ist es völlig in Ordnung, vor einem wichtigen Anruf, seinen negativen Gefühlen bei einer kurzen Selbstmitleidsparty freien Lauf zu lassen“, meint Claudia Fischer. Doch nach ein paar Minuten sei es dringend notwendig, diesen Anflug von Weltschmerz aktiv zu beenden. „Ähnlich wie bei einem abgestürzten Computer ist das Heilmittel ein kompletter Neustart – sowohl psychisch als auch physisch.“ Kurz aufstehen, den Raum verlassen und dann mit Elan und neuer Energie das Telefonat in Angriff nehmen. „Ist dieser Neustart gelungen und fühlt sich der Anrufer bereit, sollte er - ohne sich ablenken zu lassen - en bloc den Ziel- und Zeitplan durchzuziehen.“

Ein Tipp der Expertin für die Nachbereitung eines Telefonats: Wer seine Erfolgserlebnisse in einer Art „Statistik“ sammelt, der hat damit die ideale Basis für die mentale Vorbereitung auf die nächsten Gespräche. Und das Bonbon: Nach einem erfolgreichen Telefonat dürfe sich der Anrufer ruhig belohnen. Das schaffe ein positives Grundgefühl, das langfristig anhalte und für die Zukunft motiviere. „Es mag vielleicht auf den ersten Blick etwas übertrieben erscheinen, aber es funktioniert!“

Literaturtipps:

Claudia Fischer: Maximale Telefonpower, Gabler,
ISBN 3-409-03448-X, Wiesbaden 2005, EUR 22,90