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Anwenderbericht: Logistik im Verlagswesen

(21.6.02) - Klicken, anrufen, faxen – Bücher oder CDs sind schnell bestellt. Im Hintergrund wickeln Logistik-Dienstleister die aufwändige Versendungskette vom Andocktor bis zum Postkasten ab. So wie die via media logistik GmbH: Der oldenburgische Mittelständler erfüllt den logistischen Anspruch der Serges Medien Verlagsgruppe Köln. Täglich garantiert das Logistikzentrum eine lückenlose Versorgung von bis zu 1000 Sendungen; informationstechnische Unterstützung liefern die verwendete Warenwirtschaft SYSTEM4 ERP und das eigens angepasste Lagerverwaltungssystem SYSTEM4 LVS.

Die via media logistik GmbH wurde 1998 gegründet und beschäftigt derzeit dreizehn feste und einige freie Mitarbeiter. Als Tochtergesellschaft der Serges Medien Verlagsgruppe, Köln regelt das Logistikzentrum alle logistischen Abläufe eines Großverlags. Die Verlagsgruppe inseriert bundesweit in über 200 Tageszeitungen, stellt ihr Portfolio auf der eigenen Homepage und auf den Webseiten der betreffenden Tageszeitungen vor und bestückt einige der größten deutschen Discounter sowie deren europäische Filialen. via media logistik wickelt die Aufträge vollständig logistisch ab und versendet die bestellte Ware täglich und europaweit.

Die Verlagsgruppe beauftragte im August 1998 Geschäftsführer Jürgen Heidacker, ein eigenes Logistikzentrum aufzubauen. Mit seinem bis dato verwendeten Warenwirtschaftssystem SYSTEM4 ERP zufrieden, beschloss er, bei demselben Technologie- Unternehmen zu bleiben. Also setzten sich das nahe bei Oldenburg ansässige Entwicklerteam von SYSTEM4 und Heidacker zusammen und konzipierten gemeinsam eine an den Bedürfnissen der Verlagslogistik orientierte Warenwirtschaft. Neben einer
Warenwirtschaft darf ein kompetentes Lagerverwaltungssystem (LVS) ebenso wenig fehlen; kein Logistikzentrum vermag ohne informationstechnische Unterstützung das Nachschubwesen zu bewältigen, das die Logistik eines Großverlags oder von Organisationen ähnlichen Ausmaßes erfordert. Auch bezüglich einer LVS teilte Heidacker den Programmierern detailliert seine Anforderungen mit. Am Anfang zum Beispiel vermisste er „die Palettenabrechung. Wir brauchen keine Chargen, aber ohne Palettenabrechung geht nichts. Das sprach ich mit dem Team ab, wir haben uns gemeinsam die richtige Position überlegt, und dann war es drin“, beschreibt Heidacker das Prozedere. Partnerschaftlich das Know-how des anderen anerkennend, entwarfen und entwickelten die Technologen so ein auf via media logistik passend abgestimmtes LVS. Heidacker übernahm die Stammdaten und begann Ende September, einen Monat nach den ersten Gesprächen, mit der Lösung zu arbeiten. Seit jenem Zeitpunkt verbesserten sieben kostenfreie Updates das Programm, und „größere Fehler kamen bis jetzt noch nie vor“, freut sich der Geschäftsführer.

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