Die meisten Deutschen fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz unwohl

Repräsentative Umfrage zeigt: Krach und Unordnung sorgen für
schlechte Stimmung in deutschen Büros

Die meisten Deutschen fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz unwohl. Lediglich 28 Prozent der Bundesbürger sind rundum zufrieden. Als Hauptärgernisse gibt jeder Vierte Lärm und Unordnung an. Das ergibt eine repräsentative bundesweite Befragung im Auftrag von de Boer. "Deutsche Unternehmen achten viel zuwenig auf eine angenehme Arbeitsumgebung", erklärt Stefan Bartosch, Geschäftsführer von de Boer. "Dabei schlägt sich gerade das direkte Umfeld auf die Leistung der einzelnen Mitarbeiter nieder."

Rauschende Klimaanlagen, Straßenlärm, laute Kollegen und andere störende Geräuschquellen sorgen in deutschen Büros für große Unzufriedenheit. 27 Prozent der Befragten halten Krach am Arbeitsplatz für besonders störend. Aber auch Unordnung (25 Prozent) und die falsche Raumtemperatur (23 Prozent) sind Gründe für Frust. So gibt es gerade im Frühjahr immer wieder Diskussionen um die Frage: Fenster auf oder zu? Hingegen wird die Raumgröße nur von gut zehn Prozent als störend empfunden.

"Nicht die Größe, sondern vor allem die Raumgestaltung entscheidet darüber, ob man sich am Arbeitsplatz wohl fühlt - und damit produktiv ist", kommentiert Bartosch die Ergebnisse. Schließlich wünscht sich fast ein Viertel der Befragten eigene Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitsumgebung. Lassen Sie die Mitarbeiter so weit möglich als mitgestalten. Denn nur Individualität schafft Atmosphäre.

Männer wollen ihr eigenes "Arbeits-Reich"

Wenn es um den Arbeitsplatz geht, teilen sich die Meinungen zwischen den Geschlechtern:

  • Frauen legen mehr Wert auf Sauberkeit bei der Arbeit (19 Prozent, Männer: 16) und
  • fürchten sich vor Elektrosmog (21 Prozent, Männer: 17).
  • Männer dagegen bevorzugen viel mehr ihr eigenes kleines "Arbeits-Reich" (28 Prozent, Frauen: 17).
  • Die Anwesenheit der Kollegen stört 12 Prozent der Männer, aber nur 9 Prozent der Frauen.