Mittelstandsportal - Organisation

Geschäftsführer ertrinken in der Dokumentenflut
Jeder zweite europäische Unternehmensentscheider sieht hierdurch seine Produktivität eingeschränkt

(3.12.02) - - Europas Geschäftsführer fühlen sich von Dokumenten überflutet, was signifikante Auswirkungen auf ihre persönliche Produktivität hat. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie “Documents, People and Technology: A European Perspective". Bereits zum zweiten Mal hat Xerox eine unabhängige Marktstudie im industriellen Sektor in Auftrag gegeben. Nach Ansicht des Unternehmens hat die “Papierflut" im gegenwärtigen wirtschaftlichen Klima mit seinem zunehmenden Druck auf das Zeitmanagement direkte negative Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Die Xerox-Studie wurde durch das internationale Markt- forschungsinstitut MORI Telephone Surveys unter 1.004 Geschäftsführern und ihren Stellvertretern in sechs europäischen Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu jeder fünfte Befragte (19 Prozent) über 60 Prozent seiner Arbeitszeit mit Dokumenten-bezogenen Tätigkeiten verbringt. Das bedeutet 29 Wochen im Jahr, wenn man eine 40-Stunden-Woche bei 48 Arbeitswochen zugrunde legt. Hierbei geben 40 Prozent der Befragten an, allein mit der Organisation von Dokumenten 40 Prozent ihrer Zeit (und damit 19 Wochen im Jahr) zu verbringen.

Als Ursache für diesen großen Zeitaufwand sehen knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) einen Dokumentenüberfluss in ihrem Arbeitsalltag. Ein Drittel (32 Prozent) der Geschäftsführer und Stellvertreter glaubt dagegen, dass die wahllose Dokumentenverteilung innerhalb ihrer Firma die effektive Unternehmensorganisation hemmt. Hierbei fühlen sich deutsche Unternehmensentscheider vergleichsweise weniger durch die Dokumentenflut beeinträchtigt als ihre europäischen Kollegen: 41 Prozent gehen von zuviel Dokumenten im Arbeitsalltag aus, 27 Prozent von ineffizienten Verteilungsmechanismen innerhalb des Unternehmens.

Knapp die Hälfte der interviewten Deutschen (49 Prozent) meint aber, ihre persönliche Produktivität ließe sich durch mehr Unterstützung bei der Bearbeitung von Dokumenten steigern. Dieselbe Anzahl sieht zudem die Qualität der kundenorientierten Dokumente als verbesserungswürdig an.

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