Laser ersetzt Bohrer bei
Wurzelbehandlung
Gesunder Nerv bleibt erhalten
(pte, 19. Jul 2001) - Richard
Hansen vom Center for Advanced Dentistry in Fullerton, Kalifornien,
http://www.advancedental.com hat eine Laserbehandlungs-Methode
entwickelt, die zukünftig schmerzhaftes Bohren bei Wurzelbehandlungen
ersetzen könnte. Dabei werde das erkrankte Nervengewebe
zerstört, der gesunde Nerv bleibe aber erhalten, so der
Zahnarzt. Selbst eine Lokalanästhesie könnte dem Patienten,
wenn dieser nicht ohnehin schon an Zahnschmerzen leidet, erspart
bleiben. In den USA werden jährlich rund 20 Mio. Wurzelbehandlungen
durchgeführt, so ein Bericht im New Scientist.
Der Erbium-Laser emittiert Licht mit einer Wellenlänge von
2.940 Nanometern, das primär von Wasser absorbiert wird.
"Und verfallenes Material hat einen extrem hohen Wassergehalt",
erklärte Hansen. Dies bedeutet, dass die meiste Energie
des Lasers von infiziertem Gewebe absorbiert wird, welches daraufhin
verdampft. Wenn nötig, könne in der Folge eine antibiotische
Paste über ein durch einen stärkeren Laser gefertigtes
Loch, in den Zahn gelegt werden. Der Zahn wird anschließend
versiegelt.
Hansen hat bereits 600 Patienten mit der Lasermethode behandelt,
die ansonsten eine Wurzelbehandlung benötigt hätten.
Er spricht von einer 100-prozentigen Erfolgsrate und will die
Ergebnisse auch zu einem späteren Zeitpunkt publizieren.
Kritiker behaupten allerdings, dass die erforderliche Ausrüstung
äußerst kostenintensiv sei. "Das bekommen natürlich
auch Patienten zu spüren. Außerdem dauert die ohnehin
erst zu kurz getestete Methode zu lange", kritisierte Eddy
Levin von der Harley Street Clinic. Ein Sprecher der British Dental Association weiter:
"Die Wissenschaft, die hinter der Verwendung von Erbium-Lasern
für Wurzelbehandlungen steckt, ist sicher glaubwürdig.
Aber aufgrund der hohen Kosten wird der Einsatz in der absehbaren
Zukunft wahrscheinlich nur in Verbindung mit der konventionellen
Behandlungsmethode erfolgen."
Hansen verwendet bereits seit der Zulassung von Lasern zur Zahnbehandlung
von der FDA 1997 die sterile Methode. Er behauptet, dass Vibrationen,
die durch Bohrungen für herkömmliche Füllungen
ausgelöst werden, den Nerv schädigen und im späteren
Leben eine Wurzelbehandlung nötig machen.
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