Der Kampf ums Wohnzimmer
PCs gegen klassischeUnterhaltungsgeräte
(24.8.03 - c't/sha) - -
Die Computerindustrie verspricht mit so genannten Media-Center-PCs
Rundum- Sorglos-Pakete in Sachen Audio- und Videoversorgung.
Mit dieser Computer-Generation kann die PC-Industrie dem guten
alten Hifi-Tower im Wohnzimmer ernsthaft Konkurrenz machen, so
das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 18/03.
Die meisten Media-Center-PCs
sind vollwertige Rechner, die auf besonders einfache und komfortable
Benutzung als digitaler Videorecorder und Allround-Abspielgerät
für unterschiedlichste Video- und Musikformate getrimmt
sind. Per Fernbedienung lassen sich die Funktionen über
Menüs auf dem Fernsehschirm bequem vom Sessel aus steuern.
Auf der Internationalen
Funkausstellung (29. 08. bis 03. 09.) wird Microsofts Windows
XP Media Center Edition (MCE) zu sehen sein. In den USA sind
Media-Center-PCs mit dieser Windows-XP- Variante bereits ein
Verkaufsschlager, im Herbst sollen sie den europäischen
Markt erobern. c't hat diese Lösung mit anderen Media-Center-PCs
verglichen: "Microsoft bietet mit der MCE eine schnell und
intuitiv bedienbare Oberfläche. Einziger Wermutstropfen:
Der Funktionsumfang des Systems ist begrenzt, und es ist mit
den üblichen Bremsen versehen, die das Rechtemanagement
der Software aus Redmond üblicherweise mit sich bringt."
Aber auch andere Media-Center-PCs sind positiv zu bewerten. Bereits
der letzte Aldi-PC lässt sich zu dieser Rechnergruppe zählen.
Doch die klassische Unterhaltungsindustrie
schläft nicht
und bietet den Media-Center-PCs Paroli: Unter dem Schlagwort
Home Entertainment Network etwa will sie Consumer-Geräte
per Kabel sowie per Funk (WLAN) vernetzen. Die Hersteller führen
als Trumpf von Consumer-Geräten ins Feld, dass diese unkompliziert
sind und reibungslos funktionieren. Abstürzende CD-Player
oder Videorecorder würde der Kunde umgehend zurück
zum Händler bringen. An dieser Null-Toleranz- Haltung sind
PC-Lösungen bisher in der Tat oft gescheitert.
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