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Digitalkameras beherrschen
immer mehr das Bild
25.8.03 - ifa - - In diesem
Jahr werden digitale Kameras ihren analogen Artgenossen endgültig
den Rang ablaufen. Schon im vergangenen Jahr wurden 74 Prozent
der Fotokamera-Umsätze, insgesamt 1,25 Milliarden Euro,
mit Digitaltechnik gemacht. Immer kleiner und leistungsfähiger,
gemessen in Megapixeln, wurden die silbernen Alleskönner.
Das Wettrennen um Pixelzahlen kommt aber langsam zum Ende. Fortschritte
gibt es dafür in anderen Bereichen.
In diesem Jahr wird der
Markt für Digitalkameras noch einmal um 50 Prozent wachsen,
erwartet die (GfK) Gesellschaft für Konsumforschung. Die
Leute mögen die vielen Möglichkeiten, die ihnen Digitalkameras
bieten, sagt Jan-Markus Rupprecht, Herausgeber der Internetseite
www.Digitalkamera.de. Denn digitale Bilder lassen sich sofort auf einem
Monitor anschauen, können gedruckt, per E-Mail versendet
oder am Computer verändert werden. Die digitale Vielseitigkeit
ist analogen Kameras deutlich überlegen. Auf der Internationalen
Funkausstellung in Berlin können sich die Besucher von den
Vorzügen der kleinen silberfarbenen Alleskönnern ein
eigenes Bild machen.
Auf Schnelligkeit, Bildqualität
und Ausstattung sollte beim Kauf auch geachtet werden. Die in
der Werbung immer wieder genannten Megapixel sind
dagegen ein oberflächliches Leistungsmerkmal, vergleichbar
mit der PS-Zahl eines Autos. Die Bedeutung der Pixelanzahl nimmt
ab, denn fast alle Kameras haben für den üblichen Gebrauch
genug. Die Zahl gibt an, aus wie viel Millionen Bildpunkten der
Apparat ein Foto zusammensetzt. Wirklich wichtig wird die Megapixel-Anzahl,
wenn die aufgenommenen Bilder vergrößert werden sollen.
Drei Megapixel reichen aus für Vergrößerungen
bis etwa 15 mal 21 Zentimeter, nur wer Postergröße
braucht, sollte zur 5-Megapixel-Kamera greifen.
Die Bildqualität hängt
beispielsweise von der Qualität der Linse ab und wie gut
die Kamera mit problematischen Lichtverhältnissen umgehen
kann. Schlechte Kameras geben etwa Farben verfälscht wieder.
Eine minderwertige Linse kann zu ungewollten Lichtreflexen im
Bild führen. Auf den ersten Blick lässt sich das im
Geschäft nur schwer erkennen. Ausführliche Beratung
und Tests in Fachmagazinen helfen da weiter: Man sollte
immer im Fachhandel kaufen und alle Geräte ausgiebig ausprobieren,
rät der Foto-Journalist Stefan Beetz aus Berlin, der seit
einem halben Jahr nur noch digital fotografiert. Von No-Name-Produkten,
die mit vielen Megapixeln für wenig Geld beworben werden,
rät er grundsätzlich ab.
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