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Film-Download Und DVD-Kopie
boomen
(pte - 14.11.2003) - -
Der Download von Filmen aus dem Internet sowie das Kopieren von
DVDs erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.
Alleine in den Monaten Januar bis August 2003 wurden von 5,1
Mio. Deutschen 30,3 Mio. Spielfilme auf CD- oder DVD-Rohlinge
gebrannt, im gesamten Jahr 2002 waren es 27 Mio. Filme. Zu diesen
Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie der Filmförderungsanstalt
FFA, für die
zwischen Januar und August 10.000 Deutsche ab zehn Jahren befragt
wurden. Demnach haben 23,5 Mio. Deutsche Zugriff auf einen CD-Brenner,
570.000 haben einen DVD-Brenner im Haushalt und weitere 250.000
einen DVD-Rekorder. 2,22 Mio. Deutsche planen im kommenden Jahr
den Kauf eines DVD-Brenners bzw. Rekorders.
15 Prozent aller auf CD-Rohlinge
gebrannten Daten sind laut FFA-Studie Filme (2002: elf Prozent).
Bei den DVD-Rohlingen macht der Filmanteil 79 Prozent aus. Als
Vorlage für Film-Kopien dienen in erster Linie schon einmal
kopierte Filme. Dies verdeutliche den Schneeballeffekt, so die
FFA. Hinzu kommt, dass 53 Prozent der Befragten angaben, DVD-Kopien
auch für Personen außerhalb des eigenen Haushalts
zu erstellen. Als zweitwichtigste Quelle für gebrannte Filme
dient der Download aus dem Internet.
In den ersten acht Monaten
2003 wurden in Deutschland laut FFA 13,3 Mio. Filme von rund
zwei Mio. Usern aus dem Web gesaugt (2002: 15,5 Mio. von 2,4
Mio. Deutschen). Dabei gab die Hälfte der Konsumenten an,
sich Filme im Internet zu besorgen, bevor sie im Handel bzw.
Videotheken erhältlich sind. So hatten beispielsweise knapp
eine Mio. Deutsche den Film "Terminator 3" schon einen
Monat nach dem Kinostart auf ihren Festplatten, 1,6 Mio. nannten
noch vor der Video-Veröffentlichung eine Kopie von "Herr
der Ringe - Die zwei Türme" ihr Eigen. Jeder Vierte
geht schon vor dem Kinostart auf die Online-Suche. Über
ein Fünftel der Befragten lädt einmal in der Woche
einen Film aus dem Web.
71 Prozent der Deutschen,
die Filme kopieren bzw. downloaden, sind zwischen zehn und 39
Jahre alt. Sie zählen zu den so genannten "Heavy Usern"
im Filmbereich. 46 Prozent aller Befragten geben an nicht mehr
oder weniger Kinofilme zu besuchen als früher. Beim Videoverleih
sagten sogar 51 Prozent, beim Videokauf 44 Prozent, Brennen und
Download von Filmen habe keinen Einfluss auf ihr Konsumverhalten.
Die FFA stellt in den ersten neun Monaten 2003 einen um 12,1
Prozent gesunkenen Kinokarten-Verkauf fest, wofür sie unter
anderem auch die Film-Piraterie verantwortlich macht.
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