Sony erklärt sich zum
Sieger der Konsolenkriege
Markt für Spielkonsolen
überflügelt Kino und bald auch Musik
Los Angeles (pte, 22. Mai
2002) - Sony
erklärt sich zum Sieger der "Konsolenkriege",
die durch den Launch von Microsofts Xbox und Nintendos Gamecube
um einen wachsenden Konsolenmarkt losgetreten wurden. Der Präsident
von Sony Computer Entertainment in den USA, Kazuo Hirai, hat
die Konsolenkriege für "offiziell beendet" erklärt.
Er zeigte sich mit den Verkäufen der Playstation 2 sehr
zufrieden. Unabhängig von Sony präsentierte auch Nintendo
die Verkaufszahlen für den Gamecube, die aus der Sicht des
Unternehmens ebenfalls Grund zur Freude bieten.
Nach der Einschätzung
von Sony war der Konsolenmarkt in den USA im vergangenen Jahr
etwa 9,4 Mrd. Dollar wert. Jedes Jahr wächst er laut Financial
Times um mehr als 40 Prozent. Das werde dazu führen, dass
der Konsolenmarkt bald sogar den Markt für Musik-CDs überflügelt.
Das Kino haben Playstation & Co. längst hinter sich
gelassen. Sony habe weltweit 30 Mio. Stück der Playstation
2 verkauft. Im Vergleich dazu schätzt Hirai die Xbox bei
3,5 bis vier Mio. Stück und den Gamecube bei etwa vier Mio.
Einheiten. Zurzeit werden monatlich zwei Mio. Playstations produziert.
Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres Ende März
2003 will Sony noch zusätzliche 20 Mio. Stück unter
das spielende Volk bringen. Derzeit sind etwa 250 Spiele für
die Playstation 2 erhältlich, im März 2003 sollen es
400 sein. Im Rahmen der Online-Strategie für die Sony-Konsole
sollen ab August in den USA ein Modem und Breitband-Adapter für
etwa 40 Dollar erhältlich sein.
Peter MacDougall, Vizepräsident
für den Verkauf bei Nintendo,
zeigte sich mit dem Start der eigenen Konsole, dem Gamecube,
ebenfalls höchst zufrieden. In der ersten Woche nach dem
Launch in Europa seien bereits 80 Prozent der 500.000 Startgeräte
verkauft worden. Bis Weihnachten sollen 150 Titel für den
Gamecube verfügbar sein. Hier sieht sich Nintendo gegenüber
den Konkurrenten Sony und Microsoft im Vorteil. Das japanische
Unternehmen hält selbst die Rechte an einigen starken Spielecharakteren
wie z.B. Mario und Zelda. Das Spektrum der Nintendo-Spiele soll
aber auch auf ein älteres Publikum ausgeweitet werden, beispielsweise
mit dem Actiongame Resident Evil Zero.
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