Unterhaltung im digitalen Heim der Zukunft

(22.2.2005) - - Fotos, Musik und Filme lassen sich im Haushalt auch ohne die klassischen Medienträger verbreiten. Ein Hausnetz wird Transportmedium für Multimedia-Inhalte – zum Beispiel mit TwonkyMedia. Auf der CeBIT präsentiert das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS den Medienserver in Halle 9, Stand B36.

Wenn am Fernsehgerät nicht nur Filme laufen, sondern auch Bilder vom letzten Urlaub präsentiert werden, und der PC im Arbeitszimmer ein Radiokonzert auf Festplatte mitschneidet, dann feiert die Multimediawelt einen stillen Triumph. Denn bis heute nutzen Hörfunk und Fernsehen ihre eigenen, inzwischen digitalen, Übertragungskanäle, um den Endverbraucher in seinen vier Wänden zu erreichen. Das PC-Netz begnügt sich meist mit der Telefonbuchse und einem lokalen Netzwerk, kurz LAN. Beide Welten – Broadcast und PC – bieten ihre Informationen auf unterschiedlichen Endgeräten an. Der Brückenschlag zwischen Hifi-Anlage, Fernseher, MP3-Player, Netzwerkfestplatte und PC setzt aber Geräte mit standardisierter Middleware voraus.

Es gibt am Markt bereits Media Adapter. Sie können dank des Standards Universal Plug and Play, kurz UPnP – drahtlos oder drahtgebunden – Musik, Bilder und Videos vom PC im Büro auf dem Fernseher oder der Stereoanlage in anderen Räumen zeigen. Jeder dieser Media Adapter nutzt eine eigene Software, um die Multimedia-Inhalte zu organisieren. Diese Lösung ist für den Verbraucher schwer handzuhaben, da er jedes Gerät unterschiedlich bedienen muss.

»Um diesen Wildwuchs zu vermeiden, entwickelten wir einen Media-Server, der eine Vielzahl von Geräten unterschiedlicher Hersteller unterstützt«, sagt Christian Gran, Projektleiter im Kompetenzzentrum »Smart Environments« in Berlin. Seit Januar dieses Jahres bündelt das Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS seine Aktivitäten im Bereich Multimedia und Integration in dem neuen Kompetenzzentrum. Ziel der Forscher ist die Heim-Vernetzung auf Basis etablierter Standards. Die Kommunikation soll zwischen den verschiedenen Endgeräten funktionieren – vom Autoradio bis zur Set Top Box mit PC, Netzwerkplatte, Digitalkamera oder Internetradio. »Weit verbreitete und interoperable Industriestandards sind die Voraussetzung für die Akzeptanz beim Endverbraucher«, betont Angela Scheller, Geschäftsführerin der TwonkyVision GmbH, einem Spinoff-Unternehmen des Fraunhofer-Instituts.

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