Sicherheitschecks für
alternative Medizin
WHO übernimmt Monitoring und hofft auf weltweites System
in vier Jahren
(pte) - Die Weltgesundheitsorganisation
WHO übernimmt
das Monitoring für mehr Sicherheit in der Verwendung traditioneller
und alternativer Medizin. Die Entscheidung folgt einer Reihe
von Todesfällen in Verbindung mit einem Missbrauch, der
von einer unsachgemäßen Verabreichung der Medizin
bis zu einem falschen Arzneimittel reichen kann, berichtet die
BBC heute. Die WHO hofft, in vier Jahren ein weltweites Monitoring-System
errichten zu können. Ein ähnliches System gibt es bereits
für konventionell verabreichte Medikamente.
Die traditionelle und alternative
Medizin hat sich in den vergangenen Jahren in Europa stark etabliert.
Aber auch in China, wo dieser Behandlungsweg seinen Ursprung
gefunden hat, verfolgt die chinesische Regierung mit großer
Ambition das Ziel, eine Industrie für Traditionelle Chinesische
Medizin zu schaffen. So sollen lokale Produzenten lizenzierter
Medikamente in Wettkampf mit den weltführenden Pharmariesen
treten. Jüngste Fälle bringen aber Produkte der TCM
mit einer gesundheitschädigenden Wirkung in Verbindung.
In den USA sind laut Berichten zwölf Personen in Reaktion
auf Ephedrae herba, ein Kraut, das bei Atemwegserkrankungen eingesetzt
wird, gestorben. Weiters wurden 24 Fälle von Leberversagen
und drei Todesfälle mit Kava-Kava in Zusammenhang gebracht.
Mindestens 14 Personen erkrankten nach der Einnahme einer chinesischen
Schlankheitspille. Dies hat dazu geführt, dass sich immer
mehr Länder zur Errichtung eines Regulationssystems für
die Kontrolle der Verwendung entschließen.
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