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Stress in der Ehe strapaziert
die Gesundheit
pte - - - Was Liebe mit
der Gesundheit zu tun hat? Laut Forscher des Ohio
State University Centers
sehr viel. In einer mehrjährigen Studie will das Forscher-Ehepaar
Janice Kiecolt-Glaser und Ronald Glaser herausgefunden haben,
dass die Qualität der Ehe die Gesundheit der Partner beeinflusst.
Ihr Fazit nach 20 Jahren Blick Ehe-Forschung: Stehen die Partner
der Beziehung positiv gegenüber, wirkt sich dies auch positiv
auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus.
Glaser und Glaser untersuchten
die Stresshormonspiegel und den Wundheilungsprozess verheirateter
Paare. Es zeigte sich, dass sich die Qualität der Interaktion
zwischen den Paaren in der Reaktion des Körpers via Stresshormonen
und Immunfunktion auswirkt. So kann Stress verschiedene Hormonwerte
im Blut verändern sowie das Immunsystem schwächen und
in der Folge die Anfälligkeit des Körpers für
Erkrankungen erhöhen, erklären die Forscher. Als Beispiel
nennt Glaser, dass ein Ehestreit in Kombination mit der Diagnose
Krebs das Immunsystem schwächen kann. Als Konsequenz kann
sich auch die Impfwirkung verschlechtern und die Wundheilungsrate
verzögern.
Allein die Tatsache, dass
Ehepaare über Veränderungen, sei es auch nur sich besser
organisieren oder abnehmen zu wollen, sprechen, wirkt sich positiv
aus. Diese positive Einstellung wiederum spiegelt sich im selben
Augenblick in einem geringeren Cortisolwert (Stresshormon) im
Blut wider. Je geringer der Cortisolwert ist, umso schneller
erfolgt wiederum die Wundheilung. Bei den Wunden handelte es
sich um Blasen, die beiden Partnern absichtlich durch ein Vakuum
auf einem Arm zugefügt wurden. "Wir können genau
nachvollziehen, was in der Wunde während einer sozialen
Interaktion passiert", erklärte Glaser. Im Mittelpunkt
standen die Konzentrationen der Cytokine, die den Wurndheilunsprozess
starten, und so genannte Neutrophile, Zellen, die verletztes
Gewebe wieder reparieren. Stress in der Beziehung kann durch
die Erhöhung der Stresshormone den Weg der Cytokine zur
Wunde drosseln und somit auch den Heilungsprozess verzögern.
Den Zusammenhang zwischen
geschwächtem Immunsystem bzw. höherer Krankheitsanfälligkeit
und schlechter Stimmung in Ehe haben die Forscher an 90 neu verheirateten
Paaren belegt. Nach zehn Jahren zeigte sich, dass erhöhte
Hormonspiegel, die in vorangegangenen Studien bereits belegt
wurden, die besten Indikatoren für eine Scheidung waren.
"19 Prozent der Paare trennten sich und alle hatten erhöhte
Adrenalin-, Noradreanalin-, ACTH- und Cortisolwerte."
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