Runter mit den Staatsausgaben
Bund der Steuerzahler
zum Ergebnis der Steuerschätzung
Der Bund der Steuerzahler
kritisiert, dass die Präsentation der Schätzergebnisse
gebetsmühlenartig dazu genutzt wird, den Steuerzahlern weiszumachen,
die öffentlichen Kassen seien leer. Doch die Kassen sind
nicht leer, denn die Steuereinnahmen bewegen sich auf Rekordhöhen.
Der Staat hat kein Einnahmenproblem, er gibt einfach zuviel
aus. Das ist die Erklärung für die Schieflage der öffentlichen
Haushalte, so Steuerzahlerpräsident Karl Heinz Däke
zum Ergebnis der Steuerschätzung.
Däke weiter: Die
Abweichungen nach unten, die die Steuerschätzer errechnen,
beziehen sich lediglich auf die jeweils vorangegangene Schätzung
und geben nicht die tatsächlichen Steuereinnahmen wieder.
Das wird in der öffentlichen Diskussion gern übersehen.
Zum Beispiel beträgt
die aktuelle Schätzabweichung für 2004 und 2005 gegenüber
der November-Schätzung 24,8 Milliarden Euro. Davon entfallen
9,6 Milliarden auf das laufende Haushaltsjahr und 15,2 Milliarden
auf 2005. Doch dabei handelt es sich eben nur um Korrekturen
von Schätzergebnissen, die Wirklichkeit sieht anders aus.
Auch der langfristige Trend bei den Steuereinnahmen zeigt nach
Angaben des Steuerzahlerbundes klar nach oben. Bis 2007 sollen
die Einnahmen sogar um ca. 50 Milliarden Euro ansteigen.
Das starre Denken in
Einnahmekategorien zieht sich wie ein roter Faden durch Politikergehirne
und gerade diese Denkweise, für die Ausgabenkürzungen
ein Fremdwort ist, hat über Jahrzehnte hinweg den finanzpolitischen
Karren in den Dreck manövriert, kritisiert Däke.
Eine Beschneidung der viel zu hohen Staatsausgaben ist
offensichtlich immer noch tabu. Aufgefüllt werden Finanzierungslücken
regelmäßig mit dem süßen Gift der Staatsverschuldung,
weshalb wir heute auf einem Schuldenberg von über 1,35 Billionen
Euro sitzen.
Auch der Verwendung von Privatisierungserlösen
zur kurzfristigen Ausgabendeckung erteilt der Bund der Steuerzahler
eine klare Absage, denn Einnahmen aus der Veräußerung
von Staatsbesitz müssen zur Schuldentilgung und nicht zum
Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden.
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