44 Prozent der Mobilfunkkunden
gefährdet
sinkende Wechselbereitschaft
der Mobilfunknutzer
44 Prozent aller befragten
Mobilfunknutzer sind nach der zweiten Benchmarkstudie von TNS
EMNID gefährdete Mobilfunk-Kunden, gehören also zur
Kundengruppe, die über die Treue zu ihrem bisherigen Anbieter
zumindest nachdenkt. Im Vergleich zur Vorjahresstudie ist dieser
Wert um sieben Prozent zurückgegangen. Der Anteil der wechselbereiten
privaten Mobilfunknutzer, die voraussichtlich zum nächstmöglichen
Zeitpunkt den Anbieter wechseln werden, ist gegenüber den
Vorjahresergebnissen um vier auf 11 Prozent gesunken. Dies sind
die Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage
der Kundenzufriedenheitsforschung von TNS EMNID unter 1.677 Privatpersonen
älter als 14 Jahre.
An der grundsätzlichen
Aufgabenstellung der Mobilfunkbetreiber im Vergleich zum Vorjahr
hat sich mit Blick auf die Kundenbindung nur wenig geändert:
Profitable Neukunden können fast nur noch von der Konkurrenz
gewonnen werden. Bundesbürger, die derzeit noch kein Handy
besitzen, werden zukünftig aller Voraussicht nach nicht
zu den wirklich profitablen Kunden gehören. Außerdem
gilt auch für den Mobilfunkmarkt: die Kosten für die
Neuakquisition eines Kunden sind erheblich höher als einen
bestehenden Kunden dauerhaft zu binden. "Kundenbindung gehört
damit nach wie vor zu den wichtigsten Aufgaben der Mobilfunkanbieter,
zumal mit der zwar nicht gerade preiswerten Möglichkeit,
die Mobilfunknummer mitzunehmen, eine Wechselbarriere gefallen
ist," sagt Jens Krause, Director Kundenzufriedenheitsforschung
bei TNS EMNID.
Auf Anbieterebene weisen
die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 die
höchste Kundenbindung auf. Dabei erreichen E-Plus und O2
bessere Werte als die beiden großen Anbieter T-Mobile und
Vodafone. Insbesondere E-Plus konnte im Vergleich zum Vorjahr
einen deutlichen Zuwachs an gebundenen Kunden verbuchen.
Die Treiber für die
Kundenbindung liegen dabei keinesfalls nur in den Leistungsdimensionen
Preise und Tarife. "Immer wichtiger für die Kundenbindung
werden die weicheren servicebezogenen Leistungsdimensionen. Schnelligkeit
bei der Bearbeitung von Anfragen, Kompetenz der (Hotline-) Mitarbeiter,
Schnelligkeit und Kompetenz bei der Lösung von Problemen
und der Bearbeitung von Reklamationen sind bei den Mobilfunknutzern
gefragter denn je," so Krause. "Die Aussage, dass professionelles
Reklamations- management eine Chance darstellt, die Kundenbindung
zu erhöhen, ist zwar nicht neu, aber gerade für den
Mobilfunkmarkt von essentieller Bedeutung."
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