Deutsche Telekom kämpft
mit Festnetz-Schwäche
VOIP knabbert am Umsatzkuchen
11.05.2006 - Die Deutsche
Telekom hat zum Jahresauftakt
2006 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen können,
wie das Unternehmen heute mitteilte. Die positive Entwicklung
verdankt der Konzern aber vorwiegend dem Mobilfunk-Bereich und
hier vor allem T-Mobile USA. Festnetz-Sparte und das T-Systems
Geschäftskundensegment mussten dagegen Einbußen hinnehmen.
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Als "insgesamt leicht enttäuschend",
bewertet LBBW-Analyst Andreas Heinold die Quartalsbilanz. Vor
allem der Festnetzbereich habe eine schwache Performance gezeigt.
Trotz kräftiger Zuwächse bei DSL-Anschlüssen ging
der Umsatz im Bereich Breitband/ Festnetz um sechs Prozent auf
6,2 Mrd. Euro zurück. Vor allem die Konkurrenz durch VoIP
und Mobilfunk macht dem Festnetzbereich zu schaffen. |
"Das Wichtigste ist jetzt, die Kostenbasis an die sinkenden
Festnetzumsätze anzupassen", erklärt Heinold.
Bis 2008 will der Konzern rund 32.000 Stellen abbauen. Langfristig
müsse die Deutsche Telekom versuchen, durch Services wie
TV via DSL neue Umsätze zu generieren, meint der Experte,
"aber so etwas dauert". Im Mobilfunkbereich konnte
die Deutsche Telekom dagegen mit einem Umsatzplus von 12,3 Prozent
auf 7,6 Mrd. Euro aufwarten. Die Zahl der Mobilfunkkunden kletterte
auf 87,7 Millionen.
Insgesamt verbuchte die Deutsche
Telekom im abgelaufenen ersten Quartal 2006 ein Umsatzplus von
3,9 Prozent auf 14,84 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss kletterte
um 9,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Als Wachstumstreiber erwies
sich einmal mehr die Konzerntochter T-Mobile USA, die mit einem
satten Zuwachs von einer Mio. Neukunden aufwarten konnte.
In Deutschland lasten dagegen
der Preisdruck und sinkende Terminierungsentgelte auf dem Mobilfunksektor,
wie Heinold erklärt. Die Zahl der Mobilfunkkunden konnte
aber um 9,4 Prozent auf 30,2 Millionen gesteigert werden. "Das
Geschäftsfeld Mobilfunk ist nach wie vor der Wachstumstreiber",
kommentiert Konzernchef Kai-Uwe Ricke das Quartalsergebnis. "Wir
liegen mit der Entwicklung des Konzerns im ersten Quartal insgesamt
auf Kurs, so dass wir die Guidance für das laufende und
auch für das kommende Jahr bestätigen", so Ricke.
Für 2006 wird ein Umsatz in der oberen Hälfte der Spanne
von 62,1 bis 62,7 Mrd. Euro erwartet. (pte)
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