Mittelstand und IP VPN Dienste
Mittelstand ist potenziellste
Zielgruppe für IP VPN-Dienste
In den vergangenen Jahren
gab es kaum Ruhepausen im heiß umkämpften Telekommunikationssektor.
Inmitten glanzloser Aktivitäten wird es für die TK-Carrier
immer wichtiger, sich gleichstark auf vorhandene wie zukünftige
Kundenkreise zu konzentrieren. Tiefeninterviews, die die Unternehmensberatung
Frost & Sullivan kürzlich mit allen großen Service
Providern durchführte, weisen auf eine positive Zukunft
des Europamarktes für IP VPN-Dienste hin, der im letzten
Jahr 1,74 Milliarden Euro umsetzte. Der einmütige Trend
der gesamten europäischen Telekomindustrie in Richtung IP
sorgt hierbei für den stärksten Wachstumsimpuls.
"Der Verkauf kompletter
Telekommunikationslösungen an spezifische Sektoren der Vertikalindustrie
könnte eine attraktive Methode für Service Provider
sein, um sich von Mitstreitern abzuheben. Dadurch könnten
sie einerseits die immense Konkurrenz abwehren und gleichzeitig
Wachstum schaffen auf einem ansonsten stagnierenden Marktplatz,"
berichtet Niamh Spillane, Industry Analyst bei Frost & Sullivan
in einer aktuellen Studie.
Die Zahlen der Umfrage
basieren auf einer demografischen Analyse europäischer Unternehmen
und einer Modellkonstruktion, um das Marktpotenzial des Europamarktes
für IP VPN-Dienste messen zu können. Das Ergebnis:
Alle Anzeichen deuten auf ein riesiges unerschlossenes Potenzial
des Marktes von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hin.
Dies kann man dem relativ zügigen Erschließungsprozess
von IP VPNs auf dem KMU-Markt zurechnen, dem die beginnende Marktentwicklung
im Großunternehmensbereich entgegensteht, die allerdings
durch langatmige Entscheidungsprozesse und darausfolgenden weitreichenden
Verkaufsanstrengungen charakterisiert ist.
KMUs sind innerhalb ihrer
individuellen Regionalmärkte hochgradig kostensensitiv.
Dies resultiert aus dem Konkurrenzdruck, gleichwertige Dienstleistungen
wie Großunternehmen anbieten zu müssen, obwohl sie
nicht über deren Ressourcentiefe verfügen. "KMUs
suchen oftmals nach kosteneffektiven Internet-basierten Netzwerken
und kümmern sich nicht sonderlich um die Dienstleistungsqualität
(QoS; Quality of Service). Aber zumindest die Sicherheitsfrage
bleibt ein wichtiges Thema. KMUs wollen keine reinen Hochgeschwindigkeitsdatennetze,
sondern favorisieren flexible Lösungen, damit ihre Mitarbeiter
von überall auf das Unternehmensnetz zugreifen können,"
sagt Spillane.
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