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Organische Leuchtdioden Lichtquelle
der Zukunft
Wissenschaftler von mehr als
20 europäischen Unternehmen und Forschungsinstituten haben
sich zum Projekt OLLA zusammengeschlossen, um die Technologie von organischen
Leuchtdioden (Organic Light-Emmitting-Diode OLEDs) weiterzuentwickeln.
Die OLEDs sollen die Technik der Beleuchtung revolutionieren
und vor allem die Lebensdauer von Beleuchtungskörpern verlängern
sowie deren Energieeffizienz erhöhen. Das bis 2008 laufende
Projekt umfasst ein Budget von knapp 20 Mio. Euro. Mehr als die
Hälfte kommt vom sechsten Rahmenprogramm der Europäischen
Kommission.
"Unser Ziel ist eine
Lebensdauer von 10.000 Stunden - das ist zehn mal länger
als die einer normalen Glühbirne - und eine Lichtausbeute
von 50 Lumen pro Watt", so Peter Visser von Philips und
Projektleiter von OLLA. Neben Universitäten und Forschungseinrichtungen
arbeiten auch Industrieunternehmen wie Osram, Philips und Siemens
am Projekt mit.
Die Lichtquelle der kommenden
Generation ist flach, leicht und nur etwa einen Millimeter dick.
Sie hat eine extrem lange Lebensdauer, verbraucht wenig Energie
bei hoher Leuchtkraft, ermöglicht eine diffuse Beleuchtung
und kann noch dazu farblich abstimmbares Licht aussenden. Zum
Einsatz kommen solche Technologien schon heute in Displays von
Handys, Laptops oder Fernsehern. Wissenschaftler des Institutes
für Angewandte Photophysik der Technischen Universität
Dresden sind der Meinung,
dass schon in zehn bis 15 Jahren OLEDs eine Konkurrenz zu Glühbirnen
oder Neonröhren sein werden.
Den Anwendungsgebieten der
neuartigen Beleuchtungstechnik sind fast keine Grenzen gesetzt.
Denkbar sind beispielsweise auch durchsichtige Leuchtdioden,
mit deren Hilfe Fenster zu Lichtquellen umfunktioniert werden
könnten. Das Wirkprinzip für die leuchtenden organischen
Dioden haben sich die Wissenschaftler aus der Natur abgeschaut.
Bei Tieren mit Leuchtorganen konnten die Forscher feststellen,
dass einige organische Materialien Halbleitereigenschaften haben
und sich somit für den Transport elektrischer Ladungen eignen.
Organische Leuchtdioden bestehen
aus halbleitenden organischen Schichten, die nur ungefähr
100 Nanometer dick sind und zwischen zwei Elektroden, je einer
Anode und Kathode, liegen. Wenn elektrische Spannung an die Elektroden
gelegt wird, fließt Strom durch die organischen Schichten
und sie senden Licht aus. Durch chemisch unterschiedliche Schichten
lassen sich gewünschte Farben erzeugen. Die Dresdner Forscher
arbeiten an einer Methode, bei der OLEDs unter Luftabschluss
hergestellt werden. Unter Vakuum wird auf ein Glassubstrat eine
hauchdünne organische Schicht eingedampft. (pte) |