Ist das papierlose Büro möglich?

Der Xerox-Marktanalyse "Horizons, Solutions in the Digital Office 2000" zufolge, verwendet die Mehrheit der leitenden An- gestellten und Geschäftsführer in Europa bei Bürotätigkeiten nach wie vor lieber Papier als elektronische Dokumente. Insbe- sondere bei Frauen ist die Affinität zu Papier stärker ausgeprägt als bei den männlichen Kollegen.

Der Studie zufolge, die von dem unabhängigen Marktfor- schungsinstitut The Survey Shop durchgeführt wurde, bevor- zugen 61 Prozent der europäischen Führungskräfte das Lesen von Spreadsheets, Angeboten und Berichten in Papierform, statt die entsprechenden Dokumente am Bildschirm zu verfolgen. 60 Prozent geben an, dass sie Papierdokumente besser Korrektur lesen können als elektronische Dateien und 33 Prozent der Befragten drucken E-Mails und Web-Seiten aus, bevor sie die Inhalte lesen. Der prozentuale Anteil von Papier lag bei den Antworten der weiblichen Führungskräfte im Durchschnitt um 15 Prozent über den Werten der männlichen Kollegen.
65 Prozent der Befragten wollen Papierkopien von wichtigen Dokumenten aufbewahren. Pro Monat verlieren allerdings mehr als 10 Prozent der Geschäftsführer wichtige Dokumente oder hinterlegen sie in falschen Ablagen.

Damit hat Papier trotz der Zunahme neuer Technologien wie des Internet noch immer eine große Bedeutung. Das papierlose Büro - das latente Versprechen der digitalen Revolution - wird, wenn man der Studie folgt, auf Geschäftleitungsebene in naher Zukunft wohl nicht realisierbar sein.

Doch gerade das Argument der "verlorenen" Dokumente könnte bald ein Umdenken herbeiführen. Entscheidend sind dafür allerdings bessere elektronische Ablageinstrumente und bessere Dokumenten- managementprogramme wie z.B. David 6 von Tobit.

In unserer Redaktion haben wir z.B. vom Papier Abschied genommen und verarbeiten nur noch digital. Eingehendes Papier wird eingescannt und dann vernichtet. Wir sind damit effektiver und produktiver geworden und Unterlagen gehen nicht nur nicht mehr verloren, sondern können z.B. auch von mehreren Perso- nen gleichzeitig bearbeitet bzw. genutzt werden. Und das welt- weit. Unser Reisegepäck ist damit wesentlich leichter geworden. Allerdings macht die Umstellung nur Sinn, wenn sie radikal zu 100 % erfolgt und alle Mitarbeiter mitziehen und "umdenken"!. Durch die Umstellung der Kommu- nikation auf E-Mail sind zusätzlich erhebliche Material- und Kommunikationskosten- ersparnisse möglich.