Siemens gründet Venture-Capital-Unternehmen

(pte) - Siemens fasst weltweit alle Corporate-Venture- Aktivitäten in einer neuen Organisation zusammen. "Siemens Venture Capital" (SVC) startet ab ersten Oktober als Tochterunternehmen des Konzerns und wird von Bjoern Christensen geleitet. Die Siemens-Aktivitäten umfassten bislang eine zentrale Venture-Capital-Organisation und weitere dezentrale Einheiten, die in den jeweiligen Bereichen angesiedelt waren. Ziel von SVC sei es, neue und innovative Technologien, die das Kerngeschäft von Siemens verstärken, zu identifizieren und zu finanzieren.

-----SVC wird ihren Hauptsitz in München haben und über Niederlassungen in den USA (Santa Clara und Boston) und Israel (Tel Aviv) verfügen. Im Fokus stehen "technologische Wachstumssegmente wie Glasfasernetze, Mobile Communications, Automatisierungssoftware und E-Business-Lösungen im Bereich Gesundheitswesen". Siemens hat bisher insgesamt rund 500 Mio. Euro in diesem Bereich investiert und ist derzeit an mehr als 70 Start-up-Firmen und 25 Venture-Capital-Funds beteiligt.

------Start-ups würden bei Siemens nicht nur eine Finanzierung sondern auch einen entscheidenden Mehrwert erhalten, so Christensen. Dies geschehe zum Beispiel durch Einbindung der jungen Unternehmen in die globalen Vertriebs- und Marketingkanäle, F & E-Support, Joint Licensing oder Original Equipment Manufacturer (OEM)-Verträge. Der SVC-Fonds ist in Fonds für die einzelnen Geschäftssegmente unterteilt und legt den Schwerpunkt seiner Investment-Aktivitäten auf die Siemens-Bereiche Information and Communications, Automation and Control, Medical Solutions und Power. Zwei weitere Fonds für Direktinvestments in Technolgien, die auf mehrere Bereiche anwendbar sind, sowie für Investitionen in Venture-Capital-Funds, ergänzen das Portfolio.