Venture Capital und Private Equity-Markt
entwickelt sich wieder positiv

(13.2.02 - opm) - Die vorläufigen Ergebnisse der Statistik des Bundesverbandes deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Venture Capital Association e.V. (BVK) belegen, dass die sich Ende 2000 eingeleitete Konsolidierungsphase der VC-Branche im Jahr 2001 fortgesetzt hat. Dennoch hat sich der Markt besonders im 4. Quartal wieder relativ positiv entwickelt.

Das Neugeschäft, d. h. die Bruttoinvestitionen der BVK-Mitglieder erreichten im 4. Quartal 2001 das Volumen von 1,9 Mrd. €, die in 500 Unternehmen investiert wurden. Ein direkter Vergleich zu den vorherigen Quartalen ist dabei nicht möglich, denn 712 Mio. € entfallen auf neue Mitglieder des Verbandes, darunter einige große Buy-Out Investoren. Dadurch ist das Quartalsergebnis atypisch und spiegelt den eigentlichen Verlauf der Investmenttätigkeit nicht wieder.

Vom Neugeschäft im 4. Quartal machen 1,6 Mrd. € Erstengagements in 356 Unternehmen aus und 300 Mio. € Folgeinvestments in 144 Unternehmen. Auf den Early stage-Bereich entfielen knapp 23 % der neuen Investitionen, ebensoviel auf Expansionsfinanzierungen und 51 % auf Buyout-Transaktionen. Die Zunahme von Buyout's wirkt sich auf die Strukturen der Investitionen nach Branchen derart aus, dass Investitionen in klassische Bereichen höhere Anteile ausweisen: Konsumgüter (19,6 %), Chemie/Werkstoffe (13,9 %) und Maschinenbau (13,7 %). Im 4. Quartal dominierten Investitionen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der Anteil von Investitionen im Ausland war mit 44,0 % relativ hoch.

In der Struktur der Abgänge zeigt sich die Konsolidierung nach wie vor deutlich. Allerdings ging der Anteil der totalen Verluste mit 35,8 % gegenüber dem 3. Quartal deutlich zurück und der Anteil von Trade sales nahm mit 23,1 % im Vergleich zu. "Diese Entwicklung deutet an, dass der Prozess der Bereinigung in den Portfolios, der üblicherweise zwischen 12 und 18 Monaten andauert, sich seinem Ende nähert. Das heißt nicht, dass nun keine Ausfälle mehr zu erwarten sind, aber nicht mehr in den Größenordnungen. Betrachtet man das 4. Quartal, dann scheinen Exitkanäle wie der Trade sale wieder an Attraktivität zu gewinnen" bemerkt Dr. Holger Frommann, Geschäftsführer des BVK.

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