Aussenhandel mit Asien Pazifik weiter positiv
Selbst SARS konnte die Bilanz im Juni nicht beeinträchtigen

22.08.03 - oav - - Für das 1. Halbjahr 2003 ist ein Gesamtanstieg der deutschen Exporte in die Asien-Pazifik Region um rund 6% zu verzeichnen. Der positive Trend des deutsche Außenhandels mit der Asien-Pazifik Region setzt sich fort. Im 2. Quartal ist zwar eine leichte Abschwächung des Aufwärtstrends zu verzeichnen, eine gravierende Beeinträchtigung durch die Folgen von SARS ist aber auch im Juni nicht festzustellen. Dies gilt insbesondere für China mit fast 30% Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Die deutschen Exporte in die ASEAN-Staaten nahmen um 2% zu. Hier ist besonders die positive Entwicklung in Bezug auf Vietnam (+38,7%), Malaysia (+18,6%) und den Philippinen (+17,3%) hervorzuheben. Der Abwärtstrend bei Indonesien setzt sich jedoch weiter fort (-18,7%) und auch Singapur ist weiterhin im Minus (-8,4%). Die Exporte nach Japan und der Republik Korea, die im ersten Quartal noch eine positive Tendenz aufwiesen, gingen auf –4,7% bzw. –0,9% zurück. Erfreulich ist der Aufwärtstrend in Indien. Auch wenn das Nivea der Exporte weiterhin unter dem des Vorjahres liegt (-7,6%), ist doch eine Erholung gegenüber dem 1. Quarta! l (-15,3%) festzustellen. Bei den deutschen Importen ist ein positiver Trend bei China, Japan, der Republik Korea und Indien zu verzeichnen. Dabei liegt auch hier China mit einer Steigerung um mehr als 21% klar vorn, dicht gefolgt von Korea mit gut 15%, die Einfuhren aus Japan stiegen um fast 3%, die aus Indien um knapp 4%. Bei den ASEAN-Staaten hingegen ist ein leichter Rückgang von ca. einem halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Positiv entwickelt haben sich Malaysia (+10,2%) und die Philippinen (+7,9%), ein Rückgang ist unter anderem bei Singapur (-7,5%), Thailand (-6,7%) und Indonesien (-5,2%) zu beobachten. Insgesamt liegt auch bei den deutschen Importen die Rate von 6,2% über dem Gesamtanstieg von 3,5%.

Dr. Monika Stärk, stv. Geschäftsführerin des OAV, kommentiert: “Erfreulicherweise ist auch in den Juni-Zahlen keine signifikante Beeinflussung des deutschen Außenhandels mit der Region durch SARS-Folgen zu verzeichnen. Natürlich bleibt abzuwarten, ob die Zahlen des 3. Quartals diese Einschätzung bestätigen. Asien-Pazifik ist auch weiterhin der Wachstumsmotor der deutschen Exportwirtschaft. Dies zeigt sich an dem Zuwachs von 6%, der deutlich über den 2% der gesamten deutschen Exporte liegt.“

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