Bilanz bei geringfügig Beschäftigten absolut negativ
Automaten-Wirtschaftsverbände fordern Reform

(1.2.02 - ots) - Die seit 1999 in Kraft getretene Neuregelung bei geringfügigen Beschäftigungen hatte nach Ansicht der deutschen Unterhaltungsautomatenwirtschaft katastrophale Folgen für die Arbeitgeber aber letztlich auch für die Arbeitnehmer. Höhere Abgaben und ein unvertretbarer bürokratischer Aufwand haben die mittelständischen Unternehmen mit hohen finanziellen Mehrbelastungen getroffen. Viele Arbeitsplätze, die in diesem Wirtschaftszweig bevorzugt von Frauen gerne angenommen wurden, fielen ersatzlos weg. Für die Geringverdienenden wurde eine Arbeitsaufnahme unter den neuen Vorzeichen oftmals uninteressant. Neben dem Hotel- und Gastgewerbe leiden seit dieser Zeit insbesondere die mittelständischen Betriebe der Unterhaltungsautomatenwirtschaft mit ihrem breiten und modernen Entertainmentangebot unter einem Arbeitskräftemangel. Für Robert Hess, Geschäftsführer der Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH (AWI), sind die Arbeitsplätze in diesem Niedriglohnbereich einfach zu teuer. "Wir appellieren an alle verantwortlichen Parlamentarier, den Worten nun Taten folgen zu lassen und die Schwelle für kleine Beschäftigungsverhältnisse von derzeit 325,00 EURO deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig soll über die erneute Einführung der Pauschalversteuerung entschieden werden. Die Sozialversicherungspflicht im Eingangsbereich muss wieder entfallen", so Hess. Diese Flexibilisierung und Entbürokratisierung schafft innerhalb kurzer Zeit einige 1000 neue Arbeitsplätze! So gesehen, ein hervorragendes Job-Aktiv-Gesetz, urteilt Hess abschließend.

In der Unterhaltungsautomatenwirtschaft finden über 60.000 Menschen bundesweit einen qualifizierten Arbeitsplatz.