und vermutlich dürfte auch die geringfügige Beschäftigung zunehmen. Im Jahr 2006 kommt es zu einem beschleunigten Beschäftigungsaufbau. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen dürfte ab Mitte 2005 sinken. Ende 2006 dürften merklich weniger als vier Millionen Menschen arbeitslos registriert sein.

Unter den für die Prognose unterstellten Annahmen – ein Wechselkurs von gut 1,30 US-Dollar/Euro und ein Ölpreis von etwa 33 Dollar/barrel – bleiben die Rahmenbedingungen für die deutsche Warenausfuhr günstig. Zwar wird die weltwirtschaftliche Dynamik etwas an Fahrt verlieren, und auch von der zurückliegenden Aufwertung des Euro werden noch dämpfende Effekte ausgehen. Doch der dadurch entstehende Nachfragerückgang wird durch die EWU-Länder kompensiert, die aufgrund der fortgesetzten konjunkturellen Erholung im Euroraum verstärkt Investitionsgüter nachfragen werden. Der Trumpf der deutschen Exporteure ist und bleibt ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit, die sich bis 2006 noch verbessern wird. Im Jahresdurchschnitt 2005 dürfte das Wachstum der Exporte 5,7 Prozent, im Jahre 2006 5,2 Prozent betragen.

Nach der hier vorliegenden Einschätzung wird sich die weltweite konjunkturelle Dynamik im Zeitraum bis 2006 allmählich wieder kräftigen. Zwar wird das Expansionstempo in den USA abnehmen, die Auftriebskräfte in Europa werden hingegen mit der Zeit fester werden und die Weltkonjunktur stützen. In Asien wird sich das Wachstumstempo verringern, aber immer noch hoch bleiben. Allerdings sind sowohl die Wechselkurs- wie die Ölpreisannahme mit hohen Risiken verbunden. Eine Alternativsimulation mit dem NiGEM-Modell ergab, dass bei einem dauerhaft höherer Ölpreis (50 US-Dollar/barrel) und einem dauerhaft geringeren Kurs für den US-Dollar (1,50 US-Dollar/Euro) das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr im Euroraum und in Deutschland knapp 1 % niedriger ausfallen könnte als hier unterstellt.

Angesichts der verschlechterten monetären Rahmenbedingungen aufgrund der Aufwertung des Euro im Jahr 2004 plädiert das DIW Berlin für eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank, um die Wachstumskräfte weiter zu stützen. Eine anhaltend kräftige Expansion der Binnennachfrage im Euroraum würde möglicherweise auch mit einer Erhöhung des realen Wechselkurses einhergehen. Die Folgen einer sich daraus ergebenden verschlechterten Wettbewerbsposition würden aber auf eine weit robustere Konjunktur treffen als die derzeitige. Gleichzeitig würden langfristig damit auch die Ungleichgewichte zwischen den USA und Europa abgebaut.

Infolge der Konsolidierungsbemühungen wird sich das Budgetdefizit Deutschlands in diesem Jahr voraussichtlich auf 67 Milliarden Euro verringern, obwohl weitere Steuerentlastungen in Kraft treten. Die Defizitquote wird voraussichtlich auf drei Prozent