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Die Arbeitslosigkeit dürfte
zunächst auf hohem Niveau verharren und zum Jahresende hin
sinken. Im Jahresdurchschnitt ist mit einem Anstieg um 150 000
auf etwa 4,2 Mill. Personen zu rechnen. Die Zahl der Erwerbstätigen
wird im weiteren Verlauf diesen Jahres im Gefolge der konjunkturellen
Aufwärtsentwicklung steigen. Im Jahresdurchschnitt werden
allerdings rund 100 000 Personen weniger erwerbstätig sein
als noch 2001 (- 0,3 %).
Im kommenden Jahr ist der
Aufschwung schon wieder zu Ende. Die Dynamik wird schwach, da
der Euro aufwertet und es deshalb zu keinem Exportboom für
deutsche Waren und Dienstleistungen kommen dürfte. Nach
einem Anstieg von 3 % in diesem Jahr, werden sie im Jahre 2003
um 7,2 % zunehmen. Wohl ebenso bedeutsam ist der angekündigte
finanzpolitische Konsolidierungskurs der Bundesregierung. Werden
die Zusagen an die EU-Kommission wovon hier ausgegangen
wird eingehalten, dann ist mit erheblichen Restriktionswirkungen
in Höhe von etwa einem halben Prozentpunkt zu rechnen, die
zusammen mit den übrigen Belastungen zu einer merklichen
Verlangsamung des Expansionstempos führen dürften.
Damit bleiben nicht nur die Arbeitsmarktprobleme ungelöst;
unter den gegebenen Umständen dürfte sich damit auch
die Hoffnung auf einen kräftigen Konjunkturaufschwung im
Jahre 2004, der für die Erreichung der Konsolidierungsziele
bei den öffentlichen Haushalten unerlässlich ist, als
trügerisch erweisen.
Die Erwerbstätigkeit
wird im nächsten Jahr im Jahresdurchschnitt um etwa 150
000 Personen (0,4 %) zunehmen. Im späteren Jahresverlauf
2003 wird die Beschäftigungsausweitung nahezu zum Stillstand
kommen. Die Arbeitslosigkeit wird im Durchschnitt des kommenden
Jahres spürbar, um knapp 100 000 Personen, sinken.
Das deutsche Staatsdefizit
dürfte in diesem Jahr mit 53 Mrd. Euro nur wenig niedriger
ausfallen als im Vorjahr; bezogen auf das nominale Bruttoinlandsprodukt
beträgt es 2,5 %. Die Einnahmen des Staates werden in diesem
Jahr um 3,2 % expandieren. Dabei dürften die Steuereinnahmen
- nach dem kräftigen Rückgang im Jahre 2001 - um 3,6
% zulegen. Bei den Staatsausgaben wird für 2002 ein Plus
von 2,6 % erwartet, wobei die Ausgaben der Sozialversicherung
wohl etwas stärker als die der Gebietskörperschaften
steigen dürften. Dies liegt vor allem daran, dass die öffentlichen
Investitionsausgaben neuerlich stark gedrosselt werden (-6 %).
Im kommenden Jahr ist - auf ohnehin flachem Ausgabenpfad - mit
einer weiteren Abschwächung des Ausgabenanstiegs zu rechnen;
in der vorliegenden Prognose ergibt sich ein Zuwachs von 1,4
%.
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