Als Folge korrigierten die Unternehmen gegenüber vergangenem Herbst ihre Investitions- und Beschäftigungspläne nochmals deutlich nach unten. Sollten die Exporthoffnungen – gefährdet insbesondere im Falle eines längeren Irak-Konfliktes – trügen, muss in Deutschland sogar eine Rezession befürchtet werden.

Gegenüber Herbst haben sich die Exporterwartungen für 2003 noch einmal etwas verbessert. Der Zuwachs nährt sich aus zu Jahresbeginn gefüllten Auftragsbüchern. Gleichwohl überrascht die Zuversicht, mit der die Industrie die Aussichten ihrer Auslandsengagements einschätzt. Offenkundig unterstellt die Mehrheit ein optimistisches Szenario für 2003: Eine kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten spielt – bezogen auf das Gesamtjahr – im Kalkül der Unternehmen keine durchschlagende Rolle. Zudem stehen die Exporthoffnungen unter dem Vorbehalt eines nicht zu starken Euro.

Die Planungen der Investoren weisen auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends bei inländischen Investitionen hin. Investitionslähmende Verunsicherung breitet sich weiter aus. Die Unstetigkeit der Wirtschaftspolitik trägt dazu maßgeblich bei. Die schwache Investitionsneigung gibt die mageren und verringerten Renditeerwartungen für den inländischen Kapitaleinsatz wieder – bedingt vor allem durch Überkapazitäten und steigende Produktionskosten.

Die aktuellen Beschäftigungspläne der Unternehmen verdüstern die Aussichten am deutschen Arbeitsmarkt - wie seit den Entlassungswellen in Folge der Rezession 1993 nicht mehr. Steigende Arbeitskosten und die Unflexibilität des deutschen Arbeitsmarktes forcieren den Abbau von Arbeitsplätzen und schrecken die Unternehmen von Neueinstellungen ab. Die Tarifabschlüsse vom vergangenen Sommer – mit einer Laufzeit von zumeist bis zu zwei Jahren - erweisen sich vor dem Hintergrund einer andauernden Konjunkturflaute als zu hoch. Die verfehlte Lohnpolitik hinterlässt deshalb tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt.

Die komplette Konjunkturumfrage ist hier im PDF-Format (1,55 MB) downloadbar.

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