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Die Wirtschaftliche Lage
im Juli 2003
23.07.03 - - Die wirtschaftliche
Lage in Deutschland war auch im Frühsommer von einer noch
andauernden Schwächetendenz geprägt. Zwar sind die
weltwirtschaftlichen Risiken mit dem Ende des Irak-Krieges und
der Eindämmung der Infektionskrankheit SARS wieder gesunken.
Eine weltwirtschaftliche Belebung zeichnet sich allerdings bisher
nur äußerst zögerlich ab. Auch einige europäische
Nachbarländer - wichtige Handelspartner Deutschlands - zeigen
Anzeichen einer konjunkturellen Schwäche. Hinzu kommen dämpfende
Effekte durch die Aufwertung des Euro. Zugleich signalisieren
vorauslaufende Stimmungsindikatoren eine auch von nationalen
und internationalen Experten und Institutionen erwartete moderate
Konjunkturerholung im weiteren Jahresverlauf.
Angesichts der anhaltend
schwachen binnen- und außenwirtschaftlichen Nachfrage zeigen
wichtige Indikatoren wie Auftragseingänge und Produktion
aktuell noch keine konjunkturelle Belebung an. Insbesondere im
Produzierenden Gewerbe, das sich im ersten Quartal vergleichsweise
günstig entwickelte, zeichnete sich zuletzt ein Rückgang
ab. Im Bauhauptgewerbe scheint es - nach dem witterungsbedingten
Einbruch im ersten Quartal - zu einer Stabilisierung zu kommen.
Die Ausfuhren blieben -
trotz zuletzt günstiger Ergebnisse - tendenziell abwärts
gerichtet. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Auslandsaufträge
in der Industrie und der im Juni wieder verhalteneren Entwicklung
der ifo-Exporterwartungen im früheren Bundesgebiet dürfte
auch nicht mit einer schnellen Belebung zu rechnen sein.
Auf dem Arbeitsmarkt konnte
ein durch die Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik bedingter
Rückgang der Arbeitslosenzahl beobachtet werden. Dem stand
eine fortgesetzte deutliche Verringerung der Erwerbstätigenzahl
gegenüber.
Die Preisentwicklung in
Deutschland verlief weiterhin in äußerst ruhigen Bahnen.
Weder von binnenwirtschaftlicher noch von außenwirtschaftlicher
Seite zeigten sich Gefahren für die Preisstabilität.
Wichtige vorlaufende Indikatoren
sprechen für eine Konjunkturerholung in nächster Zeit.
So zeigt der ifo-Konjunkturtest für Westdeutschland zum
zweiten Mal in Folge eine Verbesserung der Perspektiven an.
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