Durch Umdenken aus der Krise
Vertrieb - Motor der Wirtschaft
opm - 10.05.04 - - Der
Vertrieb ist der Motor der Wirtschaft dieser Motor laufe
aber Gefahr, auf Grund der negativen wirtschaftspsychologischen
Rahmenbedingungen mehr und mehr ins Stocken zu geraten, befürchtet
Horst Platz, Präsident der Centralvereinigung Deutscher
Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb
(CDH), Berlin.
Die gegenwärtig orientierungslose
Politik mit einem ständigen Hü und Hott, dem Einbringen
und Zurückziehen von Gesetzen mache gerade kleinen und mittleren
Unternehmen eine längerfristige Unternehmensplanung fast
unmöglich. Unter diesen Bedingungen ist es doch eigentlich
gar nicht zumutbar, dass wir uns als kleine oder auch mittlere
Unternehmen auf das Experiment der Schaffung zusätzlicher
Arbeits- und Ausbildungsplätze einlassen so
Platz. Nach wie vor sei die Grundlage der Gesetzgebung beispielsweise
in Sachen Gesundheits- und Rentenreform oder auch bei der unsäglichen
Ausbildungsplatz Abgabe undurchsichtig. Per Ordre der Mufti
ist in unserem Wirtschaftssystem nun einmal kein Arbeits- und/oder
Ausbildungsplatz zu schaffen. Wer solches glaubt oder im Sinn
hat, soll doch offen sagen, dass er ein anderes Wirtschaftssystem
möchte!
Belastend seien auch die
stetig steigenden Kosten. In den letzten Jahren würden fast
alle Ausgabenstellen Steigerungsraten aufweisen, von denen man
auf der Gewinnseite nur träumen könne. Dies beträfe
z. B. die Treibstoffkosten, die Abgaben für die Sozialsysteme
oder die weiter ausufernden Bürokratiekosten. In diesem
Zusammenhang forderte der CDH-Präsident auch die Abschaffung
der Ökosteuer. Sie habe ihre Ziele nicht erreicht, übe
weder eine Lenkungsfunktion aus noch entlasteten ihre Einnahmen
die Rentenversicherung.
Die Einkommenspolitik in
Deutschland sei immer weniger von tarifpartnerschaftlicher Arbeitgeberleistung
für die Beschäftigten bestimmt, sondern mehr und mehr
von Transferleistungen der unterschiedlichsten Art. Man müsse
der Tatsache, dass noch auf lange Sicht keine Vollbeschäftigung
erreicht werden könne, ins Auge sehen. Die Verlagerung von
Arbeitsplätzen an billigere Standorte ins Ausland sei in
vielen Branchen unausweichlich geworden und trage aber auch zur
Sicherung und möglicherweise sogar zur Schaffung neuer Arbeitsplätze
hierzulande bei.
Man müsse sich daher auf grundlegende Veränderungen
einstellen. Dies sei nicht leicht nach Jahrzehnten eines stetigen
Wirtschafts- und damit Einkommenswachstum, räumte der CDH-Präsident
ein.
 |
weiter |

|
|