Einzelhandelsumsatz im August
katastrophal
Hoffen auf Wende zum Guten
im vierten Quartal
01.10.03 - - Nach den heute
veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat
der Einzelhandel im August 2003 nominal 4,7 Prozent (real 4,9
Prozent) weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Aufgelaufen
in den ersten acht Monaten des Jahres 2003 beträgt das Minus
zum Vorjahreszeitraum nominal 0,9 Prozent (real 0,8 Prozent).
Hierzu erklärte heute der Hauptgeschäftsführer
des Handelsverband BAG, Johann Hellwege: Der August war für
die Umsatzentwicklung im Einzelhandel eine Katastrophe. Vor allem
der Facheinzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen (nominal
- 12,5 Prozent; real - 11,5 Prozent) und der Versandhandel (nominal
- 12,6 Prozent; real - 12,0 Prozent) hatten unter der Umsatzflaute
zu leiden. Abgesehen davon, dass der August 2003 einen Verkaufstag
weniger hatte als der August 2002 und ein Großteil der
Schulferien in diesem Monat lag, war es im August lange Zeit
einfach zu warm zum Einkaufen. Die neuen Herbstkollektionen,
die um diese Zeit sonst schon vielfach nachgefragt werden, blieben
hängen. Bei Temperaturen über 30 Grad hatte wohl kaum
einer Lust, einen neuen Anzug anzuprobieren.
Auch mit dem gesamten Jahresverlauf
kann der Einzelhandel bisher alles andere als zufrieden sein.
Die Umsätze in den ersten acht Monaten erreichen bei weitem
noch nicht einmal das Vorjahrsniveau, und das war mit nominal
-1,7 Prozent (real - 2,6 Prozent) bereits ausnehmend schlecht.
So bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Lage im vierten Quartal
zum Besseren wendet. Wir gehen davon aus, dass durch die extreme
Kaufzurückhaltung der Verbraucher in den Sommermonaten ein
gewisser Nachholbedarf besteht, der jetzt zum Tragen kommt. Auf
keinen Fall dürfen die angekündigten Steuerentlastungen
wieder zerredet werden. Der Einzelhandel braucht vertrauensstärkende
Maßnahmen und kein politisches Hin und Her.
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