|
Erhebliches Exportpotenzial
nach Polen Tschechien
13.08.03 - - Von der Osterweiterung
der EU im Jahre 2004 könnte die Exportwirtschaft in Ostdeutschland
aufgrund der geographischen Nähe zu den mittel- und osteuropäischen
Beitrittsländern besonders stark profitieren. Anhand der
Warenexporte nach Polen und Tschechien zeigt das DIW Berlin in
seinem aktuellen Wochenbericht 33/2003, dass für Unternehmen
dort noch ein erhebliches Exportpotential besteht. Es kann allerdings
nur ausgeschöpft werden, wenn der generelle Wettbewerbsrückstand
ostdeutscher gegenüber westdeutschen Unternehmen weiter
abgebaut wird. Dabei müssen die ostdeutschen Unternehmen
vor allem auf Innovationen setzen. Wichtige Voraussetzungen für
eine steigende Exportproduktion in Ostdeutschland sind auch der
weitere Ausbau der Infrastruktur, insbesondere im Verkehrsbereich,
und die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften.
Anhand des brandenburgischen
Außenhandels wird analysiert welche Potentiale sich der
Wirtschaft des Landes im Waren- austausch mit Polen bieten. Das
Ergebnis zeigt, dass sich die komparativen Vorteile Brandenburgs
zu sehr auf Branchen mit geringen Wachstumschancen konzentrieren.
Um den Handel mit Polen zukunftsfähig gestalten zu können,
sollte Brandenburg vor allem seine derzeit noch schlechte Position
in den Branchen mit spezialisierten Anbietern erheblich verbessern
und seine gute Position bei wissenschaftsintensiven Produkten
ausbauen.
Die Unternehmen in Brandenburg
müssen also innovativ sein, sich verstärkt in forschungs-
und wissensintensiver Produktion engagieren und hier ein diversifiziertes
Angebot entwickeln.
 |