Erstmals seit 1977 Rückgang
der Beschäftigung
246.000 Erwerbstätige
weniger im Jahr 2002
2.1.03 - Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes hatten im Durchschnitt des Jahres 2002 rund 38,7
Mill. Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 246
000 Personen oder 0,6% weniger als ein Jahr zuvor. Damit kam
es im Jahresdurchschnitt 2002 erstmals seit 1997 wieder zu einem
Rückgang der Erwerbstaetigkeit im Vorjahresvergleich, nachdem
im Jahr 2001 die Beschäftigung noch um 165 000 Personen
oder 0,4% angestiegen war. Die Zahl der Erwerbstätigen im
Jahr 2002 ging in etwa auf das Niveau des Jahres 2000 zurück.
Vom Rückgang der Erwerbstätigkeit
im Jahresdurchschnitt 2002 waren besonders stark die Arbeitnehmer
betroffen: Ihre Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr
um 0,8% auf 34,6 Mill Personen, während die Zahl der Selbstständigen
und mithelfenden Familienangehörigen mit knapp 4,1 Mill.
Personen noch leicht um 0,4% zunahm.
Nach Wirtschaftsbereichen
entwickelte sich im Jahresdurchschnitt 2002 die Erwerbstätigkeit
- nach wie vor - unterschiedlich:
Im Vergleich zum Vorjahr
fielen die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen
deutlich schwächer und die Arbeitsplatzverluste im Produzierenden
Gewerbe einschliesslich Baugewerbe stärker aus. In den Dienstleistungsbereichen
stieg die Erwerbstätigkeit im Jahr 2002 nur noch um 0,4%,
nach 1,3% im Jahr zuvor.
Im Produzierenden Gewerbe
ohne Baugewerbe, das im Jahr 2001 noch einen leichten Beschäftigtenzuwachs
verzeichnen konnte, nahm die Erwerbstätigkeit im Jahr 2002
im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% ab. In der Land- und Forstwirtschaft
sank die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5%. Im Baugewerbe
verschärfte sich der seit 1996 anhaltende Beschäftigungsabbau
weiter ( minus 6,4%).
Die schwache Beschäftigungsexpansion
in den Dienstleistungsbereichen konnte die Arbeitsplatzverluste
in den anderen Wirtschaftsbereichen im Jahr 2002 nicht ausgleichen.
 |
weiter |

|
|