EURO naht mit Riesenschritten
Unternehmen sollten jetzt Systemumstellung vornehmen

(press1: iBOT) - Wenn am 01. Juli 2002 der Euro endgültig als alleinige Währung innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion (EWU) eingeführt wird, gehören alle nationalen Währungen der Vergangenheit an. Bereits seit dem 1. Januar 1999 werden DM, Franc und Gulden buchungstechnisch als Untereinheiten des Euros geführt, haben
jedoch zunächst ihre Gültigkeit behalten.

In den Unternehmen müssen die ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) allerdings schon jetzt dazu in der Lage sein, Geschäftsvorfälle in der neuen Währung abzuwickeln. Während der ersten Übergangsphase entstehen für die Unternehmen nur wenig zusätzliche Anforderungen bei der Umstellung, da der Euro einfach als parallele Fremdwährung angesehen wird. Allerdings erfordert diese Art der Fremdwährung spezielle Vorschriften, weil alle Umrechnungen auf sechs signifikante Stellen nach dem Komma vorgenommen werden müssen. Die zweite Phase der Euro-Einführung betrifft hingegen alle Unternehmensbereiche und bedingt eine sofortige und umfassende Umstellung der Organisation sowie der integrierten DV-Systeme auf die neue Währung.

Bei der Euro-Umstellung ist auch die Euro-Fähigkeit der einzelnen, angeschlossenen Bausteine wie z. B. Kassensysteme, Preisauszeichnungssysteme, Waagensysteme, Rechnungswesen- und Personalwirtschaftssysteme zu prüfen, damit die Umstellung durchgängig und reibungslos verlaufen kann. Sofern diese Subsysteme nicht den Anforderungen des Euro entsprechen, muss eine frühzeitige Anpassung oder Ersatzbeschaffung geplant werden. Nur so können die Unternehmen die Vorteile der neuen Währung frühzeitig nutzen. Die Anwender sollten vor allem nicht zu spät auf den Euro umstellen, um Ressourcen-Engpässe im eigenen Unternehmen und bei den Hard- und Softwareanbietern zu vermeiden.

Erfahrungsgemäß werden sich gerade viele kleine und mittlere Unternehmen erst kurz vor Toresschluß mit der Umstellung beschäftigen, um dann festzustellen, dass neue Kassen, Waagen etc. nicht mehr rechtzeitig geliefert und Software mangels Kapazität der Firmen/Experten nicht mehr termingerecht implementiert werden kann.