80% aller Firmen sind Familienunternehmen
Kein Thema für Universitäten

pte, 4.5.2001 - Fast 80 % aller Unternehmen sind Familienunternehmen. Mehr als die Hälfte der Exporte in die USA wird von diesen Unternehmen getragen und dennoch fehlt Grundlagenforschung an den Universitäten zu diesen Unternehmensstrukturen.
Familienunternehmen sind eine Art des Business, bei dem persönliche Bindungen die Grundlage für das Geschäft bilden. Wesentlicher bei Familienunternehmen ist die Tatsache, dass das Prinzip der Austauschbarkeit nicht vorhanden, die Toleranzgrenze hoch angesetzt und nicht leistungsbezogen ist. Im Zentrum stehe eine emotionale Beziehung, die Kreativität als Muse sehe und den Terminus "man müsste" realiter als "jeder tut, was er kann" ersetze. Damit ist es die erfolgversprechendste aber auch die risikoreichste Unternehmensform.
Die Spielregeln des Familienunternehmens sind sehr komplex, da verschiedene Elemente gemeinsam wirken. Dazu zählt auch der Grundsatz, dass gemeinsamer Besitz tiefe emotionale Bindungen schaffe. Sehr schwierig seien insbesondere Unternehmen, bei denen keine eindeutigen Machtstrukturen festgelegt sind. Hier entstehen sehr leicht Streitigkeiten, die häufig vor Gericht ausgefochten werden.
Die Grundregel ist daher in Familienunternehmen immer eine klare Machtverteilung zu schaffen. Der Patriarch, der alle Zügel in der Hand hält, ist real nicht die schlechteste Form für Familienunternehmen, auch wenn dies von vielen Seiten als antiquiert bezeichnet wird.