Höchste Juni-Arbeitslosigkeit seit Kriegsende
Fast 4,3 Millionen Menschen ohne Job

8.07.03 - - Fast 4,3 Millionen Menschen sind im Juni 2003 offiziell ohne Job gewesen. Niemals zuvor war die Juni-Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Kriegsende so hoch wie in diesem Jahr. Doch unbeeindruckt von dieser schallenden Ohrfeige verabschiedet sich die Bundesregierung in die Sommerpause, offenichtlich ohne Gegenmaßnahmen auch nur zu erwägen.

Seit der Regierungserklärung vom 14. März ist trotz der viel beschworenen Agenda 2010 bis heute kein einziges Reformgesetz verabschiedet worden. Überall herrscht Stillstand. Die Politik der rot-grünen Sprechblasen müssen jetzt Millionen Arbeitslose ausbaden.

  • 474.000 Jugendliche sind ohne Job. Rund
  • 1,5 Millionen Menschen sind langzeitarbeitslos.
  • 1,08 Millionen Ältere haben kaum eine Chance auf die Rückkehr in den Arbeitsmarkt.

Statt also die Zeit Tatenlos vertreichen zu lassen und relaxt in der Sonne zu baden sollte es eigentlich an der Zeit sein, dass endlich angepackt und Veränderungen auf den Weg gebracht werden.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl-Josef Laumann MdB erklärt dazu, dass die Union im Bundestag nicht nur bereits konkrete Gesetze zur Modernisierung des Arbeitsmarktes zur Abstimmung gestellt habe - leider ohne positives Ergebnis -, sondern dass die Union auch während der Sommerpause jeden Tag bereit sei darüber neu zu beraten und sie im Interesse der Arbeitslosen sofort umzusetzen.

Doch offensichtlich macht sich aktuell nur die Union Gedanken um die hohe Arbeitslosigkeit - die Regierung geht lieber (Sonnen-) baden. Immerhin haben die Minister und Abgeordneten nach zwei Amtsperioden so viel Rentenanspruche, wie sie ein normaler Arbeitnehmer in mehreren Leben nicht erwerben kann - warum sollten sie sich also Sorgen machen oder gar den Sommerurlaub verschieben nur weil die Zahl der Arbeitslosen immer neue Rekorde erreicht?