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Industrieproduktion ohne
Schwung
opm - 18.12.02 -- Im Jahre 2002 wird die Industrieproduktion
in Deutschland erstmals seit 1993 hinter dem Vorjahresergebnis
zurückbleiben. Zwar gibt es Anzeichen für eine Erholung
der Nachfrage und eine leichte Produktionsbelebung, doch wird
die Industrieproduktion im laufenden Jahr um 1,4 % geringer als
im Vorjahr ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin
in seinem aktuellen Wochenbericht 51-52/2002. Nach wie vor ist
die Situation in der Industrie von Unsicherheit und mangelnder
Dynamik geprägt. Die Kapazitätsauslastung, die seit
Jahresbeginn 2001 laufend gesunken war, hat sich im dritten Quartal
2002 stabilisiert (83,1 % im September); sie war damit allerdings
deutlich höher als in der Rezession 1992/93 (September 1993:
74,7 %). Nach den Erwartungen für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung im kommenden Jahr gehen weder von der Weltwirtschaft
noch von der Binnenkonjunktur in Deutschland wesentliche Impulse
aus, so dass auch für die Industrie nur eine geringe Produktionssteigerung
von etwa 1,5 % zu erwarten ist.
Die Produktionsentwicklung
verläuft in den einzelnen Zweigen der Industrie sehr unterschiedlich.
Von der Mehrzahl der Branchen werden im laufenden Jahr negative
Wachstumsbeiträge erwartet; besonders negativ sind sie im
Investitionsgütergewerbe (ohne Kraftwagenbau). Positive
Wachstumsbeiträge dürften vor allem von der chemischen
Industrie, vom Kraftwagenbau (einschl. Kraftwagenteilen) und
vom Ernährungsgewerbe ausgehen.
Im nächsten Jahr werden
von den meisten Branchen positive Beiträge erwartet. Mit
den höchsten Wachstumsbeiträgen rechnet das DIW Berlin
für den Kraftwagenbau, die Elektrotechnik i.w.S., die Metallverarbeitung
und den Maschinenbau. Alles in allem ergibt sich aber das Bild
einer Industrie in einer Erholungsphase ohne Schwung.
Straßenverkehr 1991-2001:
Fahrleistung steigt um 8%, Kraftstoffverbrauch um 5 %
Die Gesamtfahrleistung
der Pkw lag im Jahre 2001 nur um 3 % über dem Wert von 1991
und dürfte im Jahre 2002 weiter zurück gehen; im Straßengüterverkehr
dagegen nahmen die Gesamtfahrleistungen zwischen 1991 und 2001
um fast 50 % zu. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem
aktuellen Wochenbericht 51-52/2002. Der Kraftstoffverbrauch der
in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge erhöhte sich
im Untersuchungszeitraum um 5 %.
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